Noch mehr Gebäck

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Es gibt noch mehr Lusse-Bäckerinnen in München und Umgebung. Das Foto mit den schönen Lussebullar in vielen Formen habe ich zugesandt bekommen. Vielen Dank!

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Nach all den Pepparkaksschweinchen, Julböcken, Männchen und Weibchen habe ich noch ein Blech Weihnachtseidechsen gebacken.

Statt Stockfisch

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Heilig Abend wird in Schweden oft Stockfisch (Lutfisk) aufgetischt. Entweder man mag ihn oder nicht. Er ist nicht wirklich mein Fall. Außerdem ist er hier schwer zu beschaffen. Ich glaube, man könnte versuchen, Stockfisch in einem russischen Laden (wenn vorhanden) zu kaufen und dann nicht einfach in Wasser einzuweichen, sondern in Lauge, wie in Schweden. Die wenigstens Schweden nehmen jedoch die Arbeit auf sich. Stockfisch kauft man fertig, meistens als TK-Ware. Dazu ißt man Salzkartoffeln, grüne Erbsen und eine sehr einfache Béchamel-Soße, das nur mit Pfeffer und Salz gewürzt wird. Der nicht grätenfreie Fisch mit seinem besonderen Duft wird dadurch nicht viel besser… Die Norweger würzen ihn mit Speck und warum nicht?

Als Ersatz schlage ich Zander mit Kartoffelsalat wie in Närke vor. Der Kartoffelsalat ist ganz toll! Man muss nur Ansjovis (auf Schwedisch)/ Skarpsill (IKEA) / Appetitsild (wie er auf Deutsch heißt) auftreiben. Ich habe meine letzte Dose dafür verwendet und hoffe, mein Mann findet heute welchen bei Hit für den Jansson. „Mein“ Tengelmann hat den Appetitsild wieder aus dem Sortiment genommen, und weder bei Edeka, noch bei Rewe gibt es ihn. Schade! Wenn man ihn jedoch bekommen hat, dann ist das Rezept kein Problem. Bitte schön, hier ist es!

Außerdem habe ich dem Köttbullerezept eine vegetarische Alternative vom Chefkoch zugefügt. Hier ganz unten findet man den Link zu den den Haselnussklößchen.

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Eigentlich sind sie als Suppeneinlage gedacht…

Weihnachtsmenü

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Morgen ist Lucia und ich habe angefangen, das Weihnachtsessen zu planen. An der Supermarktkasse hat mich die Zeitschrift „Meine Familie und ich“ angelacht, und als ich dann das Hefte öffnete, musste ich selbst über das schwedische Weihnachtsmenü lachen. Völlig bescheuert! Als ob gebratene Fischfrikadellen eine geeignete Vorspeise zum Fest wären! Auch wenn diese ganz fleischfreie Klopse Köttbullar im Heft genannt werden. Es geht dann weiter mit einem neu kreierten Gericht mit Lachs, Erbsenpüree, Blätterteig und Garnelen. Nie gehört! Und zum Schluss gibt es, laut den Zeitschriftsheinis, Schokocreme und Heidelbeerkompott aus dem Glas. Oje!

Dieses Jahr möchte ich es mir einfacher machen, und außerdem nach Weihnachten seltener Reste auftischen müssen. Wer selbst Sülze, Leberpastete, Weihnachtsschinken und und und für eine vierköpfige Familie kocht, bekommt zwangsläufig Weihnachtsessen bis ins neue Jahr hinein. Also, das Weihnachtsessen mal leicht abgespeckt:

Kalte Vorspeise:

2 – 3 Heringsvarianten aus dem Glas (die von Larsen sind völlig in Ordnung)

etwas Lachs, geräuchert und/oder gravad, mit Senfsauce und/oder Meerrettich

Knäckebrot, Butter, Schnaps

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Hauptgang Weihnachtsteller:

1 Scheibe Sülze von der Theke (auf vier aufgeteilt) mit Rote Bete (eventuell als Salat)

etwas von einer Scheibe Leberpastete von der Theke mit etwas Essiggurke

Köttbullar, selbstgemacht oder zur Not gekauft

1/2 – 1 Scheibe gekochter Schinken, gekauft, mit süßem Senf

Rotkohl aus dem Glas

Dopp-i-grytan (Vörtbröd in fette Brühe getunkt), Ersatz vielleicht Bratkartoffeln

(Die Brühe bekommt man normalerweise beim Kochen vom Pökelschinken, aber wenn man etwas durchwachsenen Speck oder so etwas kocht und dann würzt, wird die Brühe schon OK schmecken.)

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Nachtisch (wenn noch erwünscht):

Ris à la Malta (kalter Milchreis, mit Schlagsahne und z. B. Orangen aufgemotzt)

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Den Jansson heben wir uns für ein anderes Mal auf. Sonst kommt er als 2. Gang, zwischen Fischteller und Fleischteller.

Zum Trinken Bier, und zwar nicht schwedisches, sondern bayerisches! Es gibt Leute, die Wein (sogar roten) durchgängig trinken, aber das verstehe ich nicht. In Schweden trinkt man auch gerne Julmust, süßen Sprudel. Wenn man den will, müsste man schleunigst eine Bestellung z. B. bei Onfos abgeben.

Weihnachtsbäckerei zum 3. Advent

So langsam – ja, bloß kein Stress – könnte man mit der Weihnachtsbäckerei anfangen. Schwedische Hausfrauen müssen nicht schon zum 1. Advent jede Menge komplizierte Plätzchen im Kindergarten abliefern. Zum 1. Advent reicht es wohl, die Dekos aufzuhängen und die Vorhänge in der Küche gegen weihnachtliche auszutauschen. Nun nähert aber Lucia, und dann wäre es wohl schön, wenn die Lussebullar fertig wären. Dafür muss man nicht allzuviel Zeit investieren. Safran sollte man allerdings im Haus haben. Ich empfehle wirklich, schon im Sommerurlaub daran zu denken! Gibt´s unter der Theke, das heißt, an der Supermarktkasse. Eigentlich wollte ich dieses Jahr die Pepparkakor bei IKEA kaufen, aber angeblich kann man die vergessen. Na, gut, diese Woche habe ich keine Zeit mehr, Pepparkakor zu backen, dann eben nach Lucia. Für Pepparkakor muss man Zeit einplanen, vor allem wenn man ganze 300 ausstechen will. Außerdem muss der Teig spätestens am Vortag gemacht werden. Dafür habe ich schon Vörtbröd gebacken und eingefroren, sonst wird die Familie Weihnachten sehr enttäuscht. Auch an das Vörtbröd sollte man schon im Urlaub denken. Pomeranzschalen gibt es im Gewürzregal im schwedischen Supermarkt, leider nicht mehr als Pulver, sondern nur ganz. Die Schalen müssen weich gekocht, vom weißen Haut befreit werden und dann sehr klein gehackt werden, bevor sie zum Backen bereit sind.

Mein Mann hat neulich ein Video auf das DSV-Konto bei Facebook geteilt, und das wurde ganz oft angeklickt. Hier kommt es für Euch: Mera glögg! Mehr Glühwein!

Glögg zum 2. Advent

Wer dieses Rezept zum 2. Advent probieren möchte, sollte gleich loslegen, denn die Gewürze müssen 2 Tage ziehen. Es ist ein traditionelles Glühweinrezept aus der Zeit, als die Großhändler im Stadthotel, wie im Fernsehserie Hedebyborna, speisten und tranken. Hier geht es zum Rezept. Ich habe es schon (noch ungetestet) im Vereinsblatt auf Seite 16 veröffentlicht, neben einer Besprechung der alten Fernsehserie, die man als DVD-Box kaufen kann. Auszüge gibt es auch auf Youtube. Leider kann man im Ausland die Sendungen nicht auf SVT Play sehen. Dann möchte ich die Adventskonzerte mit Luciazug des Schwedischen Chors in München empfehlen. Sie sind jedes Jahr ein Besuch wert. Nicht verpassen!

Unten die Herren aus Hedeby, nicht beim Glögg, sondern beim Schnaps.

Tullgarnspaj in Portionsförmchen

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Einen halben Satz von den Fleischzutaten  hatte ich noch eingefroren. Diesmal habe ich den Tullgarnspaj in sechs Souffléförmchen (1/2 Satz) gemacht. Drei Portionen habe ich gleich gebacken und drei erst am nächsten Tag. Fazit: Es ist kein Problem, alles am Vortag fertig zu machen.

Jede Portion ist immer noch ziemlich groß. Man könnte sich vorstellen, den Pie in ganz kleinen Förmchen zu machen und als Vorspeise servieren. Aber: Je kleinere Förmchen, desto größeren Bedarf an Blätterteig hat man. Für 6 Förmchen habe ich 3 Rollen Blätterteig verbraucht. Zugegeben, viele Teigschnipsel bleiben übrig und können bei Wunsch als Snacks verarbeitet werden, aber man vertilgt sicher mehr Blätterteig, wenn man den Pie in dieser Form isst.

Sonst ist es praktisch und sieht schicker aus, als einen großen Pie in Scheiben zu schneiden.

Aber wenn man Porzellanförmchen nimmt, wird der Teig unten nicht knusprig. Man muss daher die Pies auskippen und die Unterseite backen. Vorsicht! Es läuft viel Butter aus!