Hefeteilchen mit Pudding gefüllt

Also es gibt ganz sicher Vanillepuddinghefeteilchen in Schweden und dieses Rezept ist auch schwedisch. Aber ich habe hier zum ersten mal so ein Rezept gesehen, wo der Pudding nachträglich reingespritzt wird und habe gezögert, ob ich es hier poste, aber na gut. Der Teig ist in der Art, die man in Schweden Karlsbader nennt, weil es zusätzlich zur Hefe ein anderes Treibmittel (hier Backpulver) enhält. Den Vanillepudding kann man auch selbst machen, aber ich habe gemogelt.

250 ml Milch

1 Würfel Hefe

3 Eigelb

660 g Weizenmehl 550

2 TL Backpulver

1 TL Salz

150 g weiche Butter

gut 100 ml Zucker

1 TL Kardamon, gestoßen

Die Milch nur auf 18° aufwärmen, wenn der Teig in der Maschine verarbeitet wird, sonst fingerwarm. Aus den Zutaten (ein Teil Mehl zurückbehalten) einen Teig machen und 20 Minuten kneten (Salz und Butter gerne zum Schluss zugeben). Man kann auch einen Vorteig aus Milch, Hefe, etwas Zucker und Mehl machen und etwas gehen lassen. Vielleicht wird nicht das ganze Mehl gebraucht. Dann 30 Minuten im Kühlschrank ruhen, damit der Teig sich nachher besser formen lässt. Teile vom Teig schneiden. 60 g sind recht große Teile. Lass sie zur doppelten Größe aufgehen. Das kann bis zu 90 Minuten dauern. Im Ofen mit dem Licht an geht es etwas schneller. Nicht mit Ei pinseln! Bei gut 200° etwa 6 – 8 Minuten backen. Ganz auskühlen lassen.

Für den ganzen Satz braucht man für die Füllung 1 Tüte Vanillepuddingpulver für 500 ml Milch (oder die gleiche Menge selbstgemachten Pudding), 400 ml Schlagsahne unde 3 Blätter Gelatine.

Pudding machen, die in Wasser aufgeweichte Gelatine unterrühren und eine Folie direkt auf die Oberfläche legen (die Plastikfolie soll aber 100° vertragen), damit sich keine Haut bildet. Bevor der Pudding fest wird, geschlagene Sahne unterrühren.

Die Hefeteilchen von unten befüllen, was nicht so einfach war, wie ich mir das vorgestellt hatte! Schließlich habe ich eine ziemlich weite Tülle genommen. Dadurch ist das Loch unten dementsprechend groß geworden. Die Teile dann mit zerlassener Butter einpinseln und in Zucker wenden. Bei mir war der Zucker mit Zimt und in der Maschine zerkleinerte Bananenchips vermischt. (Die Bananenchips wollten sich zum Teil nicht verkleinern lassen, daher habe ich sie gesiebt und die etwas größeren Stücke unters Frühstücksmüsli gemischt.) Jedenfalls nicht schlecht. Die Idee habe von Küchenchef Stefan Ekengren geklaut. Er wendet seine Krapfen in so einer Mischung (bei ihm ist noch getrockneten Joghurt drin, aber wo bekommt man denn den her?).