Kavring

Ja, endlich habe ich ein gescheites Rezept gefunden. So muss Kavring schmecken. Man muss aber viel Zeit und Geduld aufbringen! Am Backtag kann man gleich morgens früh damit anfangen. Erst nachmittags oder abends geht es weiter.

Kavring

Zum Überbrühen, eventuell am Vortag:
100 g Roggenmehl
250 g fast kochendes Wasser
2 TL Brotgewürz, gemahlen (Anis und Fenchel zum Beispiel)

Alles verrühren, abkühlen lassen und abgedeckt stehen lassen.

Teig:
Das Überbrühte, siehe oben
100 – 125 g Wasser
nur 5 g Hefe (deswegen dauert es auch so lange)
100 g Zuckerrübensirup
150 g Roggenmehl und 250 g Weizenmehl 550
10 g Salz

Alles verrühren und abgedeckt 6 – 8 Stunden aufgehen lassen, bis der Teig doppelt so groß ist. (Bei mir hat es aber länger gedauert und schließlich habe ich einen Rest Sauerteig untergerührt. Darauf ist der Teig in null-komma-nix aufgegangen und hat eine angenehmere Konsistenz angenommen.) Eine Brotform einfetten (und mit Mehl bestreuen – habe ich vergessen, aber das hat nichts gemacht), den Teig einfüllen und wieder gehen lassen. Angeblich soll das 2 Stunden dauern, aber mit meinem Turbo-Sauerteig ist es ruck-zuck gegangen. Ofen rechtzeitig auf 250° vorheizen, Brot einschieben, 15 Minuten backen, Temperatur auf 200° senken, noch 15 Minuten backen. Brot aus der Form kippen und in 10 Minuten fertig backen. In Tüchern eingewickelt über Nacht abkühlen lassen.

Kavring braucht man ab und zu für andere Gerichte. Deshalb freue ich mich, dass ich dieses Rezept bei Martin gefunden habe.

Unten ein Kavringbrot ohne Hefe, nur zum Zusammenrühren. Es ist auch sehr gut und hat nicht diesen Beigeschmack, den ich bei anderen ähnlichen Broten festgestellt habe. Es ist ein sehr schwarzes Brot, was daher kommt, dass es sehr viel Zuckerrübensirup beinhaltet. Leider ist das Foto unglaublich unscharf geworden… Gefunden habe ich es bei Stefan Ekengren. Bei ihm im Restaurant wird es täglich frisch gebacken. Statt Miniförmchen habe ich eine Kastenform genommen. Das Rezept habe ich für so eine Form herunterberechnet.

500 ml Yoghurt oder sonstige Sauermilch (Filmjölk im Original)

250 ml Zuckerrübensirup

25 g Leinensamen

50 g Sonnenblumenkerne

17 g Natron

9 g Backpulver

250 g Weizenmehl

250 g Roggen- und Weizenmehl gemischt, etwas weniger vom Roggenmehl

Je 1 TL Anis, Fenchel (Teebeutel!), Kümmel, Koriander (die Mengenangaben sind von mir)

Salz scheint zu fehlen, habe ich dann auch weggelassen.

Die trockenen Zutaten miteinander vermengen und danach Yoghurt und Sirup unterrühren. Für die Förmchen wird die Masse in einen Spritzbeutel gefüllt und ausportioniert. Für die Kastenform erübrigt es sich. Im Restaurant lassen sie die gefüllten Spritzbeutel ein paar Tage im Kühlschrank und machen bei Bedarf ein paar Brote. Backzeit 8 Minuten, dann mit Butter bestreichen, etwas Salz drüber und noch ein paar Minuten bei 220°. Ich habe das große Brot bei 180° zuerst eine Stunde in der Form und dann noch eine halbe ohne Form gebacken. Das war aber etwas knapp.

 

Advertisements

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s