Budapestrolle

 

Konditor Ingvar Strid (1926 – 1994) aus Vetlanda, Småland, hat diesen unglaublich leckeren Kuchen geschaffen. Unzählige Schweden haben schon vergebens die Konditoreien in Budapest abgeklappert, um den Originalkuchen zu bekommen. Warum in die Ferne schweifen…? Angeblich hat er sich von der Esterhazytorte inspirieren lassen, aber dieses Rezept ist keine billige Kopie.

 

Budapestrolle

 

Boden:

6 Eiweiß

400 ml Zucker

150 g Haselnüsse, gemahlen

50 ml Puddingpulver (oder Speisestärke plus Vanillezucker)

50 ml Speisestärke

Füllung:

300 ml Schlagsahne (oder 200 ml Sahne und und 100 ml Magerquark)

2 Blatt Gelatine (mein Zusatz für deutsche Sahne, die weniger Fett hat und deshalb schneller zusammenfällt)

1 Dose Mandarinen (etwa 300 g)

Verzierung:

50 g Haselnüsse, gehackt

Etwas dunkle Kuvertüre oder Schokolade

Etwas Puderzucker

 

Eiweiß schlagen. Dabei den Zucker hinein rieseln lassen, bis eine Baisermasse entsteht. Die Nüsse mit der Stärke und dem Puddingpulver mischen und in die Baisermasse unterheben.

Backpapier auf ein Blech legen und die Baisermasse mit einem Spritzbeutel länglich über das Papier spritzen. Angeblich kann man dadurch den Boden später besser rollen. 20 Minuten bei 180 Grad backen. Auskühlen lassen. Dann ein anderes Backpapier und ein anderes Blech als Deckel auf den Boden legen und vorsichtig umdrehen. Das erste Backpapier vorsichtig abziehen.

Gelatine in Wasser legen und bei geringer Hitze in einem Topf schmelzen lassen. Sahne fest schlagen. Löffelweise der etwas abgekühlten, aber nicht festen Gelatine zufügen, damit sie nicht zu Klumpen erstarrt. Die Sahne auf den Boden streichen. Die abgetropften Mandarinenstückchen darauf verteilen. Fünf Minuten warten, damit der Boden sich besser rollen lässt. Vielleicht noch etwas länger.  Dann eine lockere Rolle von der Längsseite formen. (Bei mir ist der Boden beim Rollen etwas aufgeplatzt, was nach der Verzierung aber nicht so aufgefallen ist).

Schokolade in Wasserbad schmelzen und über die Rolle ringeln. Mit Nüssen und Puderzucker bestreuen.

Meistens schneidet man so dicke Scheiben ab, dass sie auf dem Teller stehen können.

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Hier die Budapestrolle mit Himbeeren. Da sie ungezuckert waren, habe ich 2 – 3 EL Zucker in die Sahne eingerührt. Außerdem habe ich 1/3 Sahne gegen Magerquark ausgetauscht. Magerquark löffelweise in die aufgelöste Gelatine rühren und erst dann, wenn die Masse anfängt zu gelieren, die geschlagene Sahne untermengen. So geht es leichter.

Da ich keinen Puddingpulver im Haus hatte, habe ich ihn gegen Stärke ausgetauscht und etwas Vanillezucker zugefügt.

Die Budapestrolle ist mit Himbeeren sogar noch leckerer. Mandarinen aus der Dose ist schon etwas altbacken.

Einmal Budapestrolle mit Mandeln statt Haselnüssen und mit Jostabeeren als Fruchteinlage. Weil es immer so viel wird (und die Budapestrolle schnell verbraucht werden sollte), habe ich den Boden halbiert und die eine Hälfte eingefroren. (Und nur die halbe Füllung gemacht.)

Budapestrolle ohne Schlagsahne und Gelatine, aber mit Konditorcreme und Rhabarber.

Für 1 kleine Rolle, die ich ohne Füllung eingefroren hatte, habe ich einen Versuch mit Konditorcreme und Rhabarberkompott gemacht. Das ging auch ganz prima. Die Creme habe ich im Lehrbuch für Kochlehrlinge gefunden.

500 ml Milch

75 g Zucker

3 Eigelb

35 g Cremepulver/Stärke

Vanille

3/4 der Milch aufkochen. Wenn man Vanillestange verwendet wird sie ausgekratzt mitgekocht (und zum Schluss herausgefischt). Vanillinzucker wird nicht gekocht.

Die restlichen Zutaten verrühren. Laut diesem Lehrbuch sie in die kochende Milch unterrühren, aber ich mache es umgekehrt. Dann alles wieder in den Topf geben und laut anderer Kochbücher ein paar Mal wallend aufkochend. Hier steht es aber, dass man so lange kochen soll, bis Blasen aufsteigen. Wenn man aber fleißig rührt sieht man die Blasen nicht. Hauptsache ist, dass man lange genug kocht, so dass die Bindung nach dem Abkühlen nicht vergeht, und nicht so lange, dass die Eier sich in Rührei verwandeln. Die Creme in eine Schüssel füllen. Die Oberfläche mit Plastikfolie (kochfest) oder Papier abdecken oder mit Butterflocken / Zucker belegen.

Rhabarberkompott gut abtropfen lassen. Die kalte Creme mit dem Kompott vermengen und über den Kuchen streichen. Aufrollen.

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