Ångermanland lässt grüßen

Ich habe zwei Säulenapfelbäumchen in meinem Gärtchen und es ist unglaublich wieviele Äpfel dran sind. Leider sind sie fast alle etwas wurmstichig, so dass ich sie nicht lagern kann. Daher mache ich alle paar Tage Apfelkuchen und Mus. Nach dem Kurzurlaub im Elsaß habe zuerst Elsäßischen Apfelkuchen gebacken, aber jetzt ist Schweden wieder mal dran. Im Landschaftskochbuch von Oskar Jakobsson habe ich ein nördliches Rezept gefunden. Eigentlich eher ein Nachtisch, als ein Kuchen, aber jetzt sortiere ich das Rezept trotzdem unter Apfelkuchen. Bald gibt es einen anderen Kuchen mit Baiser, dann aber ein kleines Bisschen aufwendiger, halt ein richtiger Kuchen mit Boden, und dann nicht aus dem Norden, sondern aus dem schwedischen Süden. Denn das gibt es natürlich auch. Für Schweden liegen sowohl Rügen, wie auch Dänemark im Süden, und südlich liegt auch Lund, die mal zu Dänemark gehörte, und wo der nächste Kuchen herkommt. Alles schon geplant. Bis dann!

Kartoffel und Soße, wie man sie in Schweden mag

Die Kombination muss aber nicht diese sein, denn Salzkartoffeln mit brauner Soße schmecken auch. Nur habe ich Estragon im Garten, den aber kaum verwendet, also war Sauce Béarnaise dran. So unwahrscheinlich wie es klingt, die Schweden sind verrückt nach Béa. Mit Steak oder Rinderfilet und dann oft auf einem Holzbrett, umrandet mit Kartoffelbreirosen, damit die Soße nicht ausläuft. In diesem Fall gab es zur Sauce eine Bulette (Riesenköttbulle), auch mit Estragon abgeschmeckt, und eine Hasselbackskartoffel. Da sie groß wie eine Backkartoffel war, habe ich sie bei 200° gebacken und erst zum Schluss die Temperatur höher gestellt. Es hat natürlich auch länger gedauert als bei kleinen Kartoffeln. Die dreifarbigen Möhrchen fand ich ganz nett, aber ich hätte die dunklen getrennt kochen sollen, weil sie abgefärbt haben.

Die Frauenzimmerwoche hat angefangen!

Schon wieder habe ich (fast) einen Höhepunkt im schwedischen Kalender vergessen! Eine Woche lang wird gewaltig gefeiert! Es ist die Frauenzimmerwoche, wenn nur Frauen Namenstag haben. Na gut, am 18. ist Fredrik dran, aber sonst feiern wir Sara, Margareta, Johanna, Magdalena, Emma und Kristina bis zum 24. Juli. Kaffee und Kuchen ist Pflicht. Zwar hat Mama Birgitta (wie auf dem Foto) erst im Oktober Namenstag, aber Geburtstag hat sie schon nächste Woche. Jetzt feiern wir alle oben genannten Frauenzimmer (und Fredrik – und noch ein paar Geburtstage) – Hurra!

Einmal nach Dalarna und zurück

Falukorv ist die Wurst, die nach dem Städtchen Falun in Dalarna benannt wurde. Dort im Bergwerk brauchte man früher ganz viel Ochsenhaut für die ganzen Riemen zum Hieven und Ziehen. Aber was sollte man mit dem ganzen Ochsenfleisch machen? Bergmänner aus dem Land der Würste (Deutschland) wussten Bescheid. Sie zeigten ihren Kollegen, wie man daraus Fleischwurst macht. Inzwischen wird die Falukorv, nicht nur mit Schweinefleisch, sondern mit Kartoffelmehl und jede Menge anderen Zutaten, die hier nicht erwähnt werden müssen, gestreckt. Aber wer jede Packung umdreht, könnte auch auf Falukorv mit 80% Fleisch stoßen. Falukorv ist so etwas, was die Hausfrau kauft, wenn sie nicht weiß, was sie kochen will, denn die Falukorv lässt sich ganz, in Scheiben, in Stückchen, gebraten, im Ofen, in Eintöpfen oder auch nur kalt essen. Nur auf Wurstsalat ist man in Schweden noch nicht gekommen. Wie auch immer, ich hatte auch so ein Stück Fleischwurst im Haus, die so langsam dem Mindesthaltbarkeitsdatum näherte, und beschloss meine neue Mandoline auf die Wurst auszuprobieren. Daraus wurden also Rouladen. Genau was sich innen drin verbirgt erzähle ich hier.

Stachelbeeren und Steckerlfisch

Zum Steckerlfisch habe ich eine Stachelbeersauce nach schwedischem Rezept gemacht, aber da Stachelbeeren mit Makrele genau so französisisch, englisch oder sonst was ist, lege ich das Rezept nicht ab. Aber so geht es:

250 g Stachelbeeren mit 100 ml Wasser weich kochen und passieren
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
2 ml Ingwerpulver
1 Msp weißer Pfeffer
50 ml Sahne und 2 TL Stärke zusammenrühren und alles kurz aufkochen lassen

Filmjölk!

Der Bioladen im Dorf hat ab heute Schwedenmilch im Angebot. Mein Mann war aber schon gestern da und hat eine Probeflasche gekauft. Doch, das ist Filmjölk, sehr gute sogar, denn der Fettgehalt ist 3,8%, einfach lecker!

Ich habe schon mal gehört, dass es so etwas gibt, und auch danach gefragt, aber bin nie fündig geworden. Es ist also Schwedenmilch von Demeter in Franken – Schrozberger. Das kann man sich merken. Der Preis ist natürlich höher als in Schweden, aber es geht schon. Beim Versand kommen ja auch andere Kosten dazu und dann hat man das Problem mit der Kühlkette und dem Datum. Also, wenn es Filmjölk ab jetzt im Bioladen gibt, dann freue ich mich schon.