Backtag

Dieses Brot habe ich schon vor Wochen gebacken, aber das Rezept nicht wiedergefunden. Jedenfalls war es ein Brot mit zum Teil Vollkornmehl und gekochten Gerstenkörner. Dann gab es wieder keine Hefe zu kaufen, zumindest nicht wo ich war, aber die Woche darauf habe ich sogar zwei Päckchen bei Edeka bekommen, jedoch kein Roggenmehl, also wurde es wieder Weißbrot.

Diese Brote heißen Barkis oder Bergis und haben eine leicht knusprige Oberfläche mit Mohn. Das Geheimnis ist, dass sie mit Eiweiß bepinselt werden und ohne Tuch auskühlen sollen.

Mit dem anderen Päckchen Hefe habe ich süße Hefeteilchen mit Rhabarberkompott und Quittenmus gebacken. Dieses Jahr wächst der Rhabarber vergleichsweise gut. Jedenfalls die eine Pflanze. Die anderen zwei leben. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Ich gehe nicht davon aus, dass mein Rhabarber in Schweden ausnahmsweise einen Schub macht, aber da in diesem Jahr niemand dort zum Ernten ist, spielt es wohl keine Rolle. Den Rhabarberkompott habe ich etwas angedickt, damit die Füllung drinnen bleibt.

Tag der Schokobällchen

Am Montag ist der Tag der Schokobällchen. Das Grillwetter soll bis dahin wieder weg sein. Da passt es vielleicht mit einer kleinen Nascherei. Wer Kinder hat, soll sie darauf ansetzen. Alle Kinder lieben es, Schokobällchen zu machen und zu essen. Falls nach dem „Backen“ welche übrig sind – erfahrungsgemäß landet ein Großteil des Teiges schon vorher im Bäuchlein – bekommen die Eltern vielleicht eins ab, mit Glück sogar jeweil eins!

Pölsa wieder mal

Ich habe lediglich die Seite mit Pölsa etwas ergänzt. Wer zufällig lieber Comfort Food statt Grillen für heute geplant hat, kann ja auf den Link drücken. Es ist ja Superwetter und da bin ich froh, ein paar Bauchscheiben gefunden zu haben. Im Forst kommt der Frühling gut voran. Gestern habe ich dort eine ganze Truppe Wildschweine gesehen und die Brennnesseln waren pflückbereit. In Schweden hängen die Leute meines Wissens immer noch in den Cafés – das erlaubt nämlich der Experte. Es gibt anscheinend nur einen Experten auf der ganzen Welt, und der heißt Tegnell und hat den Durchblick. Soll er die plötzliche und intensive Heldenverehrung genießen, so lange es geht. Ich denke, er wird nachher als Sündenbock herhalten müssen. Oder wie man auf Schwedisch sagt: Upp som en sol och ner som en pannkaka! Hinauf wie die Sonne und hinunter wie ein Pfannkuchen. Na, da habe ich ja wieder zum Thema schwedisch kochen zurückgefunden! Eine sonnige und gesunde Zeit wünsche ich!

Ein vergessenes Gericht…

Pölsa kennt man ja noch, dadurch, dass man es in Dosen kaufen kann. Aber Lungmos, also Saure Lüngerl/Beuscheln, aber ohne sauer, ist wohl völlig in Vergessenheit geraten. So schlecht ist es ja auch wieder nicht, und nose-to-tail ist angeblich total in! Lungen sollte man beim Metzger vorbestellen. Es ist das Vorkochen, das Arbeit macht. Nachher muss man nur eine Art Mehlschwitze machen und die Lungen hineintun. Empfehlenswert ist es, die klein geschnittenen Lungen portionsweise einzufrieren.

Der Sud ist, wenn klar, sehr gut, jedenfalls wenn er gescheit gewürzt wurde. Lungmos ist völlig genießbar, aber ehrlich gesagt ist die bayerische Variante mit etwas Sahne und mit Essig besser. Auf Schwedisch wird das Gericht aber nicht mit Knödel serviert. Die Roten-Beten sind Pflicht, auch wenn sie auf dem Foto nicht drauf sind. Ich habe den Lungmos unter dem Rezept von Pölsa gesetzt. Wer mutig ist, kann das Gericht gerne nachkochen. M. E. war es besser als erwartet. Und der Sud: Der war gut und reichlich.

(Ach, was ich noch sagen wollte: Ich habe bei dieser Gelegenheit auch Rezepte von Saurem Lüngerl ausprobiert, und einmal hatte ich kein Herz, aber dafür sehr viel Sahne drin, die weg musste, und dann hätte man fast denken können, es gäbe Austernpilzsauce zum Knödel. Ehrlich!)

Pimp your Keks!

Die schwedischen (dicken) Haferkekse kommen ja in sehr große Packungen, und so unglaublich spannend sind sie auch nicht. Da habe ich gedacht, etwas ließe sich schon mit ihnen machen. 100g Blockschokolade hatte ich noch seit Weihnachten, und Sesamsamen gab es auch in einer Tüte. Ich habe die Schokolade gehackt und über Wasserbad geschmolzen, die Kekse hineingetunkt und auf Sesamsamen gesetzt. Sesam schmeckt sehr gut, aber allzu viele Verwendungen dazu kenne ich nicht. Warum nicht? Die Kekse sind jedenfalls wesentlich interessanter geworden.

Waffeln zur Ablenkung

Um das aktuelle unerfreuliche Thema zu verdrängen, gibt es viele Möglichkeiten. Heute schlage ich vor: Waffeln backen! Der schwedische Waffeltag hat sich nämlich zum Tag der Waffel weltweit gemausert. Wie viele inzwischen wissen, ist das Wort Våffeldag eine Verballhornung von Vårfrudagen – Tag unserer Frau – Vår hat hier nichts mit Frühling zu tun, obwohl es am 25. März passen würde. Bei mir zeigt sich der Bärlauch auf der Nordseite des Hauses schon. Nur noch 9 Monate bis Weihnachen sagt uns der Waffeltag…

Rezepte sind hier zu finden! In der Hoffnung, es gibt wieder Mehl im Laden, gehe ich einkaufen. Bis zum nächsten Mal!

Ein Küchlein zum Nachtisch

Wir haben noch nicht geschafft, die ganze Ernte aus dem Vorjahr zu vertilgen, aber bald… Außerdem: Was macht man mit diesen nicht so superspannenden schwedischen Haferkeksen, die es in jedem Laden in Großverpackungen gibt? Man kann sie auch für einen Cheesecake verwenden. In Schweden nimmt man gerne Digestives, aber hier sind sie zu rar und zu teuer dafür.

Da man aus aktuellem Anlass keine große Runde einladen kann, ist das Rezept für wenige gedacht. Warum verzichten, bloß weil man alleine/zu Zweit/Dritt sitzt? Hier geht es zum Rezept. Ein gutes Gelingen und haltet die Ohren steif!