Snacks im Verein

Schinkenhörnchen

Morgen treffen wir uns zum Jahreshauptversammlung und nachher gibt es etwas zum Knabbern. Die Schinkenhörnchen backe ich gerne nach einem Rezept aus einer längst eingegangen Zeitschrift. Ich habe noch überlegt, sie mit Gravad oder Räucherlachs zu füllen, statt mit Schinken, aber da ich eh Schinken gekauft hatte, und es anscheinend Rotwein gibt, musste es nicht sein.

Champagnerkeks

Die Champagnerkekse sind gaaanz vornehm. Wenn sich der Adel im Ritterhaus trifft, gibt es laut Vereinszeitschrift immer diese Kekse mit Parmesan. „Champagner“ bezieht sich auf das übliche Getränk in diesen Kreisen. Man könnte sie natürlich auch Pilskekse oder Teekekse nennen, wenn der Champagner fehlt.

Beide Rezepte sind hier abgelegt.

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Risotto à la Schweden

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Man nimmt doch immerzu Eindrücke mit aus anderen Ländern und der Meisterkoch Roland Persson ist keine Ausnahme. Im Jahre 1998 hat er ein schwedisches Risotto kreiert und im Kockarnas Kokbok veröffentlicht (woran noch 3 andere Spitzenköche beteiligt waren). Dieses schöne Buch habe ich für etwa 4 € gekauft, und zwar im Second Hand-Laden der Kirchen im kleinen Ort Götene, wo ich im Urlaub ständig stöbere. Etwas abgeändert habe ich es gestern Abend gekocht. Es war wirklich sehr gut. Zum Rezept geht es hier.

Altmodisches Gebäck

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Früher hat man süßes Gebäck in Förmchen im Holzofen gebacken, nachdem die ganzen Brote gebacken worden waren. Plätzchen auf Bleche gab es damals nicht.

Ich gehe davon aus, dass die berühmte Årstafrau Märta Helena Reenstierna auch solches Gebäck in ihren Tagebüchern (1793 – 1839) beschreibt. Zum Beispiel am 13. Oktober 1823, wenn sie berichtet, dass Ratten Gebäck (Bakelser) und Zuckerbrote angeknabbert hätten. Mit „bakelser“ meint man heutzutage kleine gefüllte Törtchen, aber so etwas kann sie kaum auf Vorrat gebacken haben. Diese kleine Mandelförmchen, dagegen, die kan man in Keksdosen lagern und bei Bedarf füllen. Oder auch nicht. Zum Rezept geht es hier.

Die oben genannte Gutsfrau (die mit dem Nationaldichter C. M. Bellman – aber ganz sicher nicht mit dessen Schwester – befreundet war) hatte alles im Griff auf ihrem Hof. Sie hat selbst immer mit angepackt, wenn Brotbacken und Wurstmachen angesagt war, weil ihre Mägde sonst nicht motiviert gewesen wären. Ihre Tagebücher sind echt ganz interessant. Sie beschwert sich darüber, dass die Mägde nicht einsehen, dass man beim Backen zwangsläufig schwitzt, oder dass ihre Hausdamen aus hochbürgerlichem Hause mit 25 Jahren immer noch nicht wissen welche Seite von den Wurstdärmen nach Innen zeigen muss. Sowas muss doch jede Frau wissen! Vertrauen ist gut, Kontrolle ist viel, viel besser scheint ihre Devise gewesen zu sein. Wie auch immer, viel Spaß beim Backen!