Tullgarnspaj

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Dieses Gericht wurde den Gästen auf den Jagdausflügen vom König Gustaf V. serviert und es hat ihnen hervorragend geschmeckt. Spaghetti war sicher angesagt in der high society in den 40-er Jahren. In Sahne und Butter gekocht schmeckt Spaghetti auch richtig luxuriös. Eine Kalorienbombe hat man vielleicht nötig gehabt, nach all dem Elche schießen, wegschleppen und schlachten. Das Rezept habe ich hier gefunden.

1 großer Satz für viele Jägersleute (aber halbieren kann man auch):

150 g Blätterteig (aber damit bin ich überhaupt nicht ausgekommen, sondern habe für den halben Satz eine ganze Rolle aus der Frischtheke verbraucht)

400 g Spaghetti (Trockengewicht)

200 g zerlassene Butter

500 ml Sahne

150 g Parmesan, gerieben

150 g geriebenes Pökelfleisch (ich habe etwas Schweinelachs 5 Tage gepökelt: Sud für 1 kg Fleisch: 1,5 l Wasser, 175 ml feinen Salz ohne Jod und 2 EL Zucker aufkochen und abkühlen lassen, 1/2 TL Salpeter aus dem schwedischen Gewürzregal unterrühren, Fleisch beschweren und immer wieder umdrehen)

2 Eier mit 200 ml Sahne geschlagen

250 g Kalbsbries mit Sahne und Fond geschmort (habe früher gemachte und eingefrorene Briesklößchen verwendet)

200 g gegartes Hähnchen, kleingeschnitten

2 EL geschmorte Tomate (habe Dosentomate verwendet)

1 Eigelb

Salz, Pfeffer, Muskat

Für den halben Satz eine Kastenform (25 cm lang) mit Backpapier auslegen, damit man den Pie später herausheben kann. Der Koch des Königs meinte, eine Scheibe Blätterteig unten würde genügen, aber ich habe die Form damit ausgekleidet, was sicher gut für die Stabilität ist. Spaghetti halb gar im Salzwasser kochen und dann mit 100 g Butter, 500 ml Sahne, Salz, Pfeffer und Muskat fertigkochen, bis von der Flüssigkeit nichts übrig ist. Etwa 1/3 davon in die Form legen und danach 1/3 des Parmesans darüber streuen, 1/3 des Pökelfleisches, 1/3 der Eiersahne,1/3 vom Kalbsbries und 1/3 der übrig gebliebener Butter darauf geben und weiter so schichten. Zum Schluss Hähnchenfleisch und Tomatenstückchen darüber legen. Mit Blätterteig abschließen, mit Eigelb bepinseln und etwa 30 Minuten ganz unten im Ofen bei 175° garen.

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Warm schmeckt der Pie superlecker, hält aber die Form nicht so gut.

 

 

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Kalt kann man den Pie ganz leicht schneiden, aber der Geschmack leidet darunter.

Hier habe ich meine Erfahrungen mit dem Tullgarnspaj in Portionsförmchen gepostet.

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