Schwedische Süßigkeiten in Salzburg

In bester Lage in Salzburg, neben dem Geburtshaus Mozarts, findet man im Swedish Candyshop allerlei Süßes, vor allem aus Schweden, aber nicht nur. Die schwedische Kauffrau hat, soweit ich sehen konnte, keine Kühlwaren, aber sie weiß genau, was für paar Sachen man nicht in anderen Lebensmittelläden bekommt. Bei ihr gibt es großes rundes Knäckebrot (das schmeckt nämlich viel besser als viereckiges und kleines rundes Knäckebrot), Fischbrühwürfel, hellebraunen Zuckerrübensirup und Hagebuttensuppe. Und sicher noch mehr. Ihre Gutsis kann man auch in Deutschland zu österreichischen Preisen bestellen. Dafür gibt sie ihre Päckchen auf der anderen Seite der Grenze bei der Post ab. Und für Münchner ist es noch ein Grund mal rüber zu fahren. Salzburg ist schon eine tolle Stadt, aber da ich hier keinen Reisetagebuch führe, muss es für heute reichen.

Apfelkuchen aus dem schwedischen wilden Westen

Wie wild der schwedische Westen ist, soll jeder für sich entscheiden. Jedenfalls gibt in Dalsland Möglichkeit zum Natururlaub, nur einen Katzensprung von Göteborg entfernt. Dieser Kuchen aus Åmål, bekannt für den Film, der die Stadt als besonders langweilig darstellt, und nicht für viel mehr (na gut, ich hatte mal einen Mathelehrer aus Åmål, der uns ständig irgendwelche Geschichten aus seiner Kindheit erzählte) ist einfach superlecker. Wer kann auf einen Toscaüberzug mit Mandeln verzichten? Und einfach zu machen ist der Kuchen auch noch, da er nur aus Äfeln und Tosca besteht. Hier geht es zum Rezept.

 

Kulinarischer Abstecher in den Osten

Dieser Apfelkuchen stammt angeblich (und dann hoffen wir auch, dass es stimmt) aus Karelien, Finnland, und ganz früher aus dem Ural. Man sollte ihn am Besten aus saurem Fallobst machen, aber daran habe ich mich nicht gehalten. Marzipanrohmasse, Vanille, Quark und Sahne geben den leckeren Geschmack. Vielleicht könnte man ihn als Apfel-Käsekuchen bezeichnen. Hier geht es zum Rezept.

Herzensfreude aus Småland

Die Apfelkuchenparade marschiert fröhlich weiter und jetzt sind wir bis nach Småland gekommen. Das klassische Rezept Hjärtansfröjd mit Brotwürfeln wurde schon von Oskar Jakobsson in seinem Kochbuch aufgezeichnet. Ich habe weniger Eier und Milch genommen, aber mich sonst ans Rezept gehalten. Siehe hier!

Lundagårds Apfelbaisertorte

Letztes Mal habe ich einen einfachen Kuchen aus dem Norden gemacht. Jetzt ist Lund im Süden dran. Dort gab es lange eine berühmte Konditorei, die diesen etwas deutsch angehauchten Kuchen anbot. Er ist mit Mürbeteigboden, Biskuitboden, angedicktem Apfelmus mit Apfelstückchen für den Biss und mit Baiserüberzug gemacht. Fast mehr eine Torte, als ein Kuchen. Leider hat das schöne Stück darunter gelitten, dass ich es von der Tortenplatte aufs Backblech und zurück hin und her bewegen musste. Daher empfehle ich, dass man eine kleine händliche Torte macht und / oder sie mit einer Flamme ohne Backofen anbräunt. Wenn ihr das Rezept bis zum Schluss herunterscrollt, findet ihr noch einen Film, wo die Konditorei vorkommt. Ein gutes Gelingen!

Ångermanland lässt grüßen

Ich habe zwei Säulenapfelbäumchen in meinem Gärtchen und es ist unglaublich wieviele Äpfel dran sind. Leider sind sie fast alle etwas wurmstichig, so dass ich sie nicht lagern kann. Daher mache ich alle paar Tage Apfelkuchen und Mus. Nach dem Kurzurlaub im Elsaß habe zuerst Elsäßischen Apfelkuchen gebacken, aber jetzt ist Schweden wieder mal dran. Im Landschaftskochbuch von Oskar Jakobsson habe ich ein nördliches Rezept gefunden. Eigentlich eher ein Nachtisch, als ein Kuchen, aber jetzt sortiere ich das Rezept trotzdem unter Apfelkuchen. Bald gibt es einen anderen Kuchen mit Baiser, dann aber ein kleines Bisschen aufwendiger, halt ein richtiger Kuchen mit Boden, und dann nicht aus dem Norden, sondern aus dem schwedischen Süden. Denn das gibt es natürlich auch. Für Schweden liegen sowohl Rügen, wie auch Dänemark im Süden, und südlich liegt auch Lund, die mal zu Dänemark gehörte, und wo der nächste Kuchen herkommt. Alles schon geplant. Bis dann!

Kartoffel und Soße, wie man sie in Schweden mag

Die Kombination muss aber nicht diese sein, denn Salzkartoffeln mit brauner Soße schmecken auch. Nur habe ich Estragon im Garten, den aber kaum verwendet, also war Sauce Béarnaise dran. So unwahrscheinlich wie es klingt, die Schweden sind verrückt nach Béa. Mit Steak oder Rinderfilet und dann oft auf einem Holzbrett, umrandet mit Kartoffelbreirosen, damit die Soße nicht ausläuft. In diesem Fall gab es zur Sauce eine Bulette (Riesenköttbulle), auch mit Estragon abgeschmeckt, und eine Hasselbackskartoffel. Da sie groß wie eine Backkartoffel war, habe ich sie bei 200° gebacken und erst zum Schluss die Temperatur höher gestellt. Es hat natürlich auch länger gedauert als bei kleinen Kartoffeln. Die dreifarbigen Möhrchen fand ich ganz nett, aber ich hätte die dunklen getrennt kochen sollen, weil sie abgefärbt haben.