Cheesecake mit Preiselbeeren und Weihnachtsgewürzen

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Für den Adventsbasar habe ich diesen Cheesecake von Malin Landqvist gebacken. Da er im Ofen gebacken wird, könnte man ihn auch als Käsekuchen bezeichnen (?).  Leider hatte ich noch keine schwedischen Pfefferkuchen gebacken (der Teig ruht aber schon im Kühlschrank) und musste auf Spekulatius zurückgreifen. Das Rezept ist ganz unter auf dieser Seite. Viel Spaß beim Backen!

Plätzchenstress gibt es nicht…

Lingoncheesecake

In einem Forum beschwerte sich vor ein paar Tagen jemand, der Safransgebäck kaufen wollte und dann bemerkte, dass die schön geformten „Lussekatter“ ohne Safran waren. Die Antwort kam prompt: „Selber Schuld. Wer vor Lucia Weihnachtsgebäck will, verdient es nicht besser!“ Also, jetzt wissen wir Bescheid, in den schwedischen Bäckerstuben herrscht noch Ruhe. Allerdings könnte man ja zum Wochenende etwas schönes backen, das nicht wirklich zu den Ecksteinpfeilern der Weihnachtstraditionen gehört. Zum Beispiel eine Cheesecake mit Preiselbeeren. Hier geht es zum Rezept.

Aber dieses „bloß nichts Weihnachtliches vor Lucia“ gilt natürlich nicht, wenn man zu einer Weihnachtsfeier geht, wie unser DSV-Julfest.

Ich weiß noch, wie langsam die Weihnachtsstimmung früher aufkam. Am 1. Advent schmückten die Ladenbesitzer ihre Fenster weihnachtlich (vorher nicht), und die Schweden defilierten am Abend an den Schaufenstern vorbei, die Kinder ganz begeistert von dem winkenden Jultomte mit langem weißen Bart und roter Mütze und von der kleinen Eisenbahn, die im Kreis fuhr. Am nächsten Tag fing der Verkauf von Weihnachtssachen langsam an. Dann wurde die diesjährige städtische Lucia gewählt. (Die städtischen Lucias sehen alle ziemlich pummelig aus, weil sie ihre dicken Pullover und doppelten langen Unterhosen unter dem Nachthemd verstecken, da sie in klirrender Kälte durch die Stadt ziehen müssen.) Dann gab es auch Pepparkakor und Lussebullar zum ersten Mal. Einmal in der Grundschule wurden wir vom Papa einer Mitschülerin überrascht, der in seiner Konditorei für jedes Kind ein großes Pfefferkuchenherz mit Namen und Deko aus Zuckerglasur gebacken hatte. Wir saßen alle in unseren Bänken mit einer kleinen Kerze in der Dunkelheit und unsere Lehrerin neben der Tretorgel (die sie hervorragend spielen konnte) las uns nach dem morgendlichen Kirchenlied aus „Marias kleines Esel“ vor (jedes Mal, wenn ich ein Spinnennetz an einer Tür entferne, muss ich an das Kapitel denken, wo eine Spinne Maria und das Jesuskind dadurch rettet, dass sie schnell die Tür, hinter der sie sich verstecken, mit einem Spinnennetz versieht, so dass die verfolgenden Herodes-Soldaten meinen, dass es sich nicht lohnt, hereinzuschauen). Es kommt mir vor wie in einer anderen Welt, aber so war es noch um 1970.

Schwere Kost…

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Gerichte aus Blut liegen schon schwer im Magen, aber sollen sehr gesund sein, vor allem für Frauen und Babies. Jetzt habe ich ein vergessenes (warum wohl?) Rezept aus Westschweden nachgekocht. Na gut, aber ihr könnt gerne meine Ausführungen dazu lesen, wenn ich die Blutknödel schon gemacht habe. Hier geht es zum Rezept, einfach herunter scrollen.

Mårten-Gås-Köttbullar

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Es hätte ja ein schwedisches Martin-Gans-Rezept sein können. Hier wurde Fleisch aus Gänsekeulen zu Fleischklößchen verarbeitet. Aber in wirklichkeit ist dies ein Johann Lafer-Rezept aus seinem Kochbuch Kochen für Freunde. Deshalb werde ich nicht so frech sein, und das Rezept in mein schwedisches Kochbuch abzulegen. Aber es ist eine schöne Anregung und ein leckeres Rezept. Bloß macht es sehr viel Arbeit, die ganzen Häute und Sehnen von den Keulen zu lösen. (Tipp: Von einer Keule mit Knochen und Fett ist etwa die Hälfte reines Fleisch. Haut, Fett und Sehnen kann man bei gut 100° im Ofen schmelzen und daraus Gänseschmalz bekommen.)

Meeresfrüchte – Leibspeise der Küstenbewohner

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Oops! Ein verschollener Entwurf zum Thema Krabbensalat ist wieder aufgetaucht! Und zwar geht es in Richtung Sparsamkeit und Reste-essen! Es war nämlich nicht mehr viel in der TK-Tüte mit ganzen Krabben (Räkor) von IKEA da, und deshalb habe ich das Rezept mit Mohrrüben gestreckt! Ich hätte kaum gedacht, dass es klappt, aber so war es. Die blanchierten Karotten- und Petersilienwurzelwürfeln und Zwiebelstückchen versteckten sich sehr schön in der Crème-Fraîche-Mayosauce. Meerrettich, eingelegte Senfkörner und Chilisauce rundeten die Sache ab. Und die blanchierten Broccoliröschen lagen nur oben drauf (mehr war eh nicht übrig vom Vortag). Anscheinend hat auch niemand bemerkt, dass es hier um Resteverwertung ging. Gar nicht schlecht, finde ich!

Aber was ich mit der Überschrift sagen wollte, als ich den Entwurf  (noch ohne Text) machte, habe ich vergessen. Außer dass die Küstenbewohner gerne Meeresfrüchte essen. Und das wissen wir ja.