Weihnachtliches Gewürzbrot – Vörtbröd

100 g Butter

500 ml Malzbier

500 ml dunkles (Bock-)Bier

60 g Hefe

1 EL Salz

100 ml Zuckerrübensirup

1 TL gemahlene Gewürznelken

2 EL gemahlenes Pomeranzpulver (von bitteren Orangen hergestellt)

200  – 300 ml Rosinen

3 l Mehl (60% Weizenmehl und 40% Roggenmehl)

Die Butter im Topf zerlassen und unter Rühren das Bier dazu gießen. Fingerwarm, nicht wärmer, werden lassen. Die Hefe mit etwas von der Flüssigkeit verrühren und dann mit dem Rest. Alles, außer etwa Mehl, einarbeiten und sehr gut arbeiten, obwohl der große Teig schwer ist. Wenn es in der Schüssel zu anstrengend ist, dann auf der Arbeitsfläche weiter kneten. Bis zu 1 Stunde aufgehen lassen.

Ein Backblech einfetten oder mit Backpapier auslegen. Vier Brote formen. Alle nebeneinander aufs Blech legen. Damit sie nicht in einander verschmelzen, die Brote mit Backpapier trennen oder die Seiten mit Fett einpinseln. Noch 30 Minuten unter Tüchern aufgehen lassen. Wenn man schönere Brote haben möchte, kann man jeweils 2 Brote auf ein Blech legen. Aber die letzten 2 Brote nicht die ganze Zeit aufgehen lassen, sondern ggf. später formen.

Den Ofen auf 250 Grad vorheizen. Das Blech auf der niedrigste Schiene einsetzen. Die Temperatur auf 200 Grad hinunterdrehen. Dann stimmt die Temperatur von Anfang an, weil die schweren Brote sonst den Ofen abkühlen. Mindestens 40 Minuten backen und dann unter Tüchern abkühlen lassen.

Dieses Brot isst man (fast) nur Weihnachten. Er schmeckt auch gut in den Schinkensud (von der Weihnachtsschinken) getunkt und mit dem Schinken, die Würste und den Rotkraut serviert. God Jul!

Mit Sauerteig:

Sauerteig ist „in“, aber noch habe ich nie davon gehört, dass man das Weihnachtsbrot mit Sauerteig macht. Ich mache es trotzdem seit ein paar Jahren, weil die Konsistenz einfach besser ist als das krümelige Hefebrot. Ich habe ein Rezept genommen und es abgewandelt. Wer ein anderes Sauerteigbrotrezept benutzt, soll es gerne verwendet. Dieses ist nicht völlig ausgegoren (!) und wird deshalb immer spontan anders umgesetzt (ich vergesse nur Notizen darüber zu schreiben).

Sauerteig:

60 g Roggenmehl

1/2 Apfel, gerieben

120 g Wasser (50 – 60°)

Am Morgen des 1. Tages verrühren und das Glas mit Deckel im Zimmer gären lassen. Abends mit etwas Mehl und Wasser „füttern“. Ebenso am Morgen des 2. Tages. Wenn der Teig schon richtig gärt, kann er vielleicht schon in den Kühlschrank. Am 3. Tag wieder Mehl und Wasser unterrühren und kalt stellen. Am 4. Tag müsste der Sauerteig fertig sein.

Backtag 1:

Kochstück:

500 ml dunkles Bier aufkochen und mit etwa 165 g Roggenmehl verrühren. Bei Zimmertemperatur stehen lassen.

Backtag 2:

500 ml Malzbier

25 g brauner Zucker

20 g Hefe

(1/2 TL Kümmel), 1 TL Nelken, 1 EL Pomeranzenpulver

40 g Roggenmehl

150 g Weizenmehl 550

75 g Sauerteig

Alles verrühren und dann auch das Kochstück unterrühren. Etwas kneten. 2 – 3 Stunden gehen lassen, bis der Teig deutlich aufgegangen ist.

100 ml Zuckerrübensirup (Goldsaft)

1 EL Salz

1 EL Soya

45 g Roggenmehl

135 g Weizenmehl (wahrscheinlich mehr)

Rosinen nach geschmack

Alles mit dem Teig vorher verrühren und durchkneten. 2 – 3 Stunden gehen lassen. 2 – 3 Brote formen und in gefetteten Kastenforme legen. Ich glaube, ich lasse sie meistens wieder gehen, obwohl es nicht im Rezept steht. Ofen auf 250° vorheizen. Mit Dampf backen (1 ofenfestes Förmchen mit Wasser befüllen und unten im Ofen abstellen). Brote hineinschieben und die Temperatur auf 225° stellen (vielleicht auch 200°). Etwa 50 Minuten backen.

 

2 Kommentare zu “Weihnachtliches Gewürzbrot – Vörtbröd

  1. Daniel sagt:

    Tolles Rezept. ich versuche, jetzt zur Weihnachtszeit verschiedene Gewürzbrote auszuprobieren und freue mich schon, diese schwedische Version nachzubacken, wenn ich ein wenig Zeit habe. Pomeranzpulver habe ich bisher noch nie verwendet und werde mal schauen, woher ich es beziehen kann. Zumindest in den Supermärkten ist es mir bisher noch nicht aufgefallen.

    • Irgendwo habe ich gelesen, dass man aus Bitterorangen (Pomeranzen) Orangeat macht. Es wäre ein Versuch wert, Orangeat aus dem Backwarenregal ganz klein zu hacken und für das Vörtbröd zu nehmen. Viel Glück!

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