Hähnchen mit Gurkensauce vom alten Wirtshof in Edsbacka

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Als der spätere Sternenkoch Christer Lingström sein Wirtshaus Edsbacken 1983 einweihte bekamen die eingeladenen Ehrengäste dieses Gericht. Ich weiß nicht, ob das Rezept in seinem Kochbuch etwas verändert ist. Jedenfalls ist es eher ein Hausfrauenrezept als ein Profirezept, was nicht bedeutet, dass das Gericht nicht lecker wäre. Es ist ein schönes Mittagessen an einem Sonntag im Frühling, das nicht schwer zu bewältigen ist. Im Frühling hat man früher gerne Hähnchen als Festessen aufgetischt.

1 Hähnchen

Butter, Salz, Pfeffer

Ofen auf 175° vorheizen. Einen großen Klecks Butter in eine Form legen und schmelzen lassen. Hähnchen mit Salz und Pfeffer einreiben und dann mit der Butter einpinseln. 1,5 Stunden im Ofen braten, mindestens einmal wenden.

Gurkensauce (ja, sie schmeckt auch nach Gurke)

1 fein geschnittene Zwiebel

1/2 – 1 grob gehackte Gurke

1 TL Schnittlauch

1 TL Petersilie

1 TL Kerbel

1 TL Estragon

1 EL Tomatenmark

200 ml Kalbsfond (eigentlich stand es sogar Fleischbrühe)

100 ml trockener Weißwein

300 ml Sahne

Beurre manié (3 EL Butter mit 3 EL Mehl vorher vermischt und zur Kugel gerollt aus dem Kühlschrank holen)

50 g kalte Butter

Zwiebel anschwitzen, Gurke, Kräuter, Tomatenmark, Fond und Wein zugeben. Aufkochen. Sahne eingießen und Sauce 10 – 15 Minuten köcheln lassen. Vom Reduzieren (oder Passieren) steht nichts, aber wäre vielleicht nicht schlecht. Mixen tut es auch. Beurre manié unterrühren. Wenn man nicht reduziert hat, ist die ganze Menge Beurre manié ganz gut. Wieder köcheln lassen. Vor dem Servieren die kalte Butter in Würfeln unterrühren. Die Sauce nicht mehr kochen lassen.

Um die roten Punkte in der Sauce zu bekommen nimmt man eine Tomate, macht oben ein Kreuz in die Haut, taucht die Tomate ganz, ganz kurz in kochendes Wasser, zieht die Haut ab, entfernt das Kerngehäuse und schneidet kleine Stückchen, die kurz vor dem Servieren über die Sauce gestreut werden.

Möhren und Zucchini habe ich tourniert (rund geschnitzt) und glaciert. Butter und Zucker aufheizen, zuerst die Möhrenstückchen rein, dann wieder raus, dann die Zucchinistückchen rein, die wieder raus, die Möhrchen wieder rein, mit Fond aufgießen und wenn die Möhren fast gar sind, dann erst dürfen die Zucchinistückchen wieder rein.

Ich habe Reis dazu gereicht. Im Rezept stand nichts von Sättigungsbeilagen.

Schmeckt super!

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