Kartoffelsalat

Nein, tut mir Leid, bis jetzt habe ich keinen Kartoffelsalat im Programm. Aber Julia von German Abendbrot war so nett und nahm Stuvad potatis mit in ihrer großen Liste über Kartoffelsalate aus allen Himmelsrichtungen. Ich würde ja gerne ihren Kartoffelsalatsbutton hier herein kopieren, wie die anderen es getan haben, aber wie man so etwas hinbekommt, weiß ich nicht.

Zum Thema schwedischer Kartoffelsalat: Ganz früher gab es so etwas nicht in den Kochbüchern. Wenn Kartoffelsalat, dann mit Vinaigrette wie in Frankreich. Dann taucht auf einmal der Begriff schwedischer Kartoffelsalat auf und er ist tatsächlich so ähnlich wie Stuvad potatis, nämlich mit einer Mehlschwitze. Diese Art Kartoffelsalat ist wohl ziemlich schnell in der Versenkung verschwunden. Die Mayonnaise wurde kurz darauf ins Spiel gebracht. Wer in Schweden Urlaub macht, weiß Bescheid. Vielleicht mache ich mal einen schwedischen Kartoffelsalat, aber im Moment bin ich auf der Suche nach dem perfekten nassen süddeutschen Kartoffelsalat und den habe ich vielleicht in der German Abendbrot-Sammlung gefunden!

Wienerbröd – Plunder

Wienerbröd

Neulich habe ich zum ersten Mal Wienerbröd gebacken und zwar mit der typisch schwedischen Füllung. Dann heißen die Plunderstücke nicht mehr Wienerbröd, sondern Spandauer, was mir neu war, aber wer mir nicht glaubt, soll selber in dem klassischen Backbuch Sju sorters kakor nachschauen (mein Exemplar wurde 1985 gedruckt, aber es kommen ständig neue Auflagen). Hier geht es zu Rezept. Den Teig habe ich allerdings nicht nach Sju sorters kakor gemacht, weil dort auf Margarine bestanden wird, sondern nach einem deutschen Rezept, aber Plunder ist Plunder. Egal, aus Wien, Spandau oder Växjö, Hauptsache es schmeckt.

 

 

Krebströmlinge

 

Kräftströmming

Es sind so viele Krebse in diesem Gericht, wie es Leber im bayerischen Leberkäs gibt. Der Name kommt daher, da es früher nur in der Krebssaison im August Dillsamen gab. Heute kann man sie im Gewürzregal (in Schweden) finden. Es war Karin Chädström, die Meisterin der kalten Küche, wie Tore Wretman Meister der warmen Küche war, die das Gericht 1961 für ihr Smörgasbord kreierte. Es ist ganz leicht zu kochen, wenn man nur Strömlinge oder wenigstens Heringe bekommt. Auf dem Bild sieht man ganz deutlich, dass sich keine Strömlinge auf dem Teller befinden. Ich koche ja meistens in Bayern, wohin Heringe sich selten verirren, nicht mal als Salzheringe. Nur als Matjes bekommt man sie zu sehen. Deshalb habe ich einfach Matjes in Öl als Ersatz genommen. Irgendwie geht das auch…

Zum Rezept.

Des Erzbischofs leckere Ansjovispie

Ansjovispaj

Nein, hier war weder die neue schwedische (?) Erzbischöfin Antje Jackelén aus Nordrhein-Westfalen, noch deren Ehemann Heinz am Werk. Das Rezept hat Brita Werkström, Ehefrau von Bertil Werkström, Erzbischof i. R. vor etwa 20 Jahren für eine Sammlung von bischöflichen Rezepten beigesteuert. Wenn ich ein (schwedisches, versteht sich) Café in München hätte, würde ich ganz bestimmt diesen Pie anbieten. Das superleckere Rezept findet ihr hier. Das Buch mit den Rezepten heißt übrigens Biskopsgården bjuder in und wurde auf dem Flohmarkt entdeckt und gekauft.