Stockholm meets New York

Zimtschnecken mögen auch die Amerikaner. Nur wollen sie noch mehr Kalorien hineinpacken. Ich habe es ja versucht, aber es ging nicht ganz. Jedenfalls wird der Teig für Cinnabons mit Vanillepudding gemacht. Und das ist schon mal gar nicht so schlecht. Dann kommt noch ein Frosting drauf. So gut wie es ist – ich würde es in der Zukunft weglassen, denn wenn man nicht den ganzen Satz sofort aufisst, ist es mit der Verwahrung nicht optimal. Aber man könnte ja versuchen, nur ganz wenig Frosting zu machen und den Rest Frischkäse für etwas anderes zu verwenden. Der Verweis zum Rezept und meine Auswertung stehen ganz unten bei den Zimtschnecken.

Schönen Mittsommer!

… mit Prinz Oscars Küchlein. Zu welchem Anlass er sie bekommen hat, weiß ich nicht, vielleicht zur Taufe – dann hat er wohl keins abbekommen…

Jedenfalls passen sie wunderbar in der Zeit, wenn es sowohl Rhabarber als auch Erdbeeren gibt. Und Holunderblütensirup ist auch dabei. Also für Mittsommer perfekt!

Die Förmchen sind jedenfalls nicht schwer auszulösen. Das ist ja auch ganz wichtig.

Ansonsten habe ich mich mit Heringsgläsern eingedeckt, denn Mittsommer ohne Hering ist unvorstellbar. Ich habe auch vor, eine kleine Portion Schnaps mit Johannisbeerblättern (von den schwarzen Beeren) zu aromatisieren. Das ist ein Genuss, der frisch genossen werden soll, denn der Schnaps wird nach wenigen Tagen dunkler und weniger lecker.

Dem König zum Geburtstag

Irgendwann mal habe ich das Rezept für die königliche Geburtstagstorte gefunden, als der König 70 wurde. Das ist eine Weile her. Wird er nicht nächstes Jahr 75? Aber nun habe ich zu Pfingsten die Torte gemacht.

Doch ich bekam das Gefühl, das ist wieder so ein Ätsch-das-ist-doch-viel-zu-schwer-für euch-Rezept mit eingebauten Fallen. Obwohl es in einer Rezeptesammlung von TV4 steht, die für Laien gedacht ist. Zum Beispiel steht es, dass man Zitronensaft und Sahne zusammen aufkochen soll. Ja, aber echt, wollen wir Quark herstellen, oder? Dann sollte die Torte ständig eingefroren werden, auch vor dem Servieren. Wer möchte aber steinharten Rhabarberkompott essen? Und so ein Spraygerät hat wohl nicht jeder. Daher habe ich das Rezept etwas angepasst. Wer lieber das Originalrezept möchte soll „Kungens 70-årstårta“ googeln oder bei http://www.koket.se suchen.

Allerdings frage ich mich auch, woher der Kuchenbäcker im April Holunderblüten, Spargel und Rhabarber bekommen hat, denn der König hat an Walpurgis Geburtstag. Aber zu Pfingsten ist die frische Torte perfekt. Hier geht es zum Rezept.

Backtag

Dieses Brot habe ich schon vor Wochen gebacken, aber das Rezept nicht wiedergefunden. Jedenfalls war es ein Brot mit zum Teil Vollkornmehl und gekochten Gerstenkörner. Dann gab es wieder keine Hefe zu kaufen, zumindest nicht wo ich war, aber die Woche darauf habe ich sogar zwei Päckchen bei Edeka bekommen, jedoch kein Roggenmehl, also wurde es wieder Weißbrot.

Diese Brote heißen Barkis oder Bergis und haben eine leicht knusprige Oberfläche mit Mohn. Das Geheimnis ist, dass sie mit Eiweiß bepinselt werden und ohne Tuch auskühlen sollen.

Mit dem anderen Päckchen Hefe habe ich süße Hefeteilchen mit Rhabarberkompott und Quittenmus gebacken. Dieses Jahr wächst der Rhabarber vergleichsweise gut. Jedenfalls die eine Pflanze. Die anderen zwei leben. Mehr ist dazu nicht zu sagen. Ich gehe nicht davon aus, dass mein Rhabarber in Schweden ausnahmsweise einen Schub macht, aber da in diesem Jahr niemand dort zum Ernten ist, spielt es wohl keine Rolle. Den Rhabarberkompott habe ich etwas angedickt, damit die Füllung drinnen bleibt.

Tag der Schokobällchen

Am Montag ist der Tag der Schokobällchen. Das Grillwetter soll bis dahin wieder weg sein. Da passt es vielleicht mit einer kleinen Nascherei. Wer Kinder hat, soll sie darauf ansetzen. Alle Kinder lieben es, Schokobällchen zu machen und zu essen. Falls nach dem „Backen“ welche übrig sind – erfahrungsgemäß landet ein Großteil des Teiges schon vorher im Bäuchlein – bekommen die Eltern vielleicht eins ab, mit Glück sogar jeweil eins!

Pölsa wieder mal

Ich habe lediglich die Seite mit Pölsa etwas ergänzt. Wer zufällig lieber Comfort Food statt Grillen für heute geplant hat, kann ja auf den Link drücken. Es ist ja Superwetter und da bin ich froh, ein paar Bauchscheiben gefunden zu haben. Im Forst kommt der Frühling gut voran. Gestern habe ich dort eine ganze Truppe Wildschweine gesehen und die Brennnesseln waren pflückbereit. In Schweden hängen die Leute meines Wissens immer noch in den Cafés – das erlaubt nämlich der Experte. Es gibt anscheinend nur einen Experten auf der ganzen Welt, und der heißt Tegnell und hat den Durchblick. Soll er die plötzliche und intensive Heldenverehrung genießen, so lange es geht. Ich denke, er wird nachher als Sündenbock herhalten müssen. Oder wie man auf Schwedisch sagt: Upp som en sol och ner som en pannkaka! Hinauf wie die Sonne und hinunter wie ein Pfannkuchen. Na, da habe ich ja wieder zum Thema schwedisch kochen zurückgefunden! Eine sonnige und gesunde Zeit wünsche ich!

Ein vergessenes Gericht…

Pölsa kennt man ja noch, dadurch, dass man es in Dosen kaufen kann. Aber Lungmos, also Saure Lüngerl/Beuscheln, aber ohne sauer, ist wohl völlig in Vergessenheit geraten. So schlecht ist es ja auch wieder nicht, und nose-to-tail ist angeblich total in! Lungen sollte man beim Metzger vorbestellen. Es ist das Vorkochen, das Arbeit macht. Nachher muss man nur eine Art Mehlschwitze machen und die Lungen hineintun. Empfehlenswert ist es, die klein geschnittenen Lungen portionsweise einzufrieren.

Der Sud ist, wenn klar, sehr gut, jedenfalls wenn er gescheit gewürzt wurde. Lungmos ist völlig genießbar, aber ehrlich gesagt ist die bayerische Variante mit etwas Sahne und mit Essig besser. Auf Schwedisch wird das Gericht aber nicht mit Knödel serviert. Die Roten-Beten sind Pflicht, auch wenn sie auf dem Foto nicht drauf sind. Ich habe den Lungmos unter dem Rezept von Pölsa gesetzt. Wer mutig ist, kann das Gericht gerne nachkochen. M. E. war es besser als erwartet. Und der Sud: Der war gut und reichlich.

(Ach, was ich noch sagen wollte: Ich habe bei dieser Gelegenheit auch Rezepte von Saurem Lüngerl ausprobiert, und einmal hatte ich kein Herz, aber dafür sehr viel Sahne drin, die weg musste, und dann hätte man fast denken können, es gäbe Austernpilzsauce zum Knödel. Ehrlich!)

Pimp your Keks!

Die schwedischen (dicken) Haferkekse kommen ja in sehr große Packungen, und so unglaublich spannend sind sie auch nicht. Da habe ich gedacht, etwas ließe sich schon mit ihnen machen. 100g Blockschokolade hatte ich noch seit Weihnachten, und Sesamsamen gab es auch in einer Tüte. Ich habe die Schokolade gehackt und über Wasserbad geschmolzen, die Kekse hineingetunkt und auf Sesamsamen gesetzt. Sesam schmeckt sehr gut, aber allzu viele Verwendungen dazu kenne ich nicht. Warum nicht? Die Kekse sind jedenfalls wesentlich interessanter geworden.

Waffeln zur Ablenkung

Um das aktuelle unerfreuliche Thema zu verdrängen, gibt es viele Möglichkeiten. Heute schlage ich vor: Waffeln backen! Der schwedische Waffeltag hat sich nämlich zum Tag der Waffel weltweit gemausert. Wie viele inzwischen wissen, ist das Wort Våffeldag eine Verballhornung von Vårfrudagen – Tag unserer Frau – Vår hat hier nichts mit Frühling zu tun, obwohl es am 25. März passen würde. Bei mir zeigt sich der Bärlauch auf der Nordseite des Hauses schon. Nur noch 9 Monate bis Weihnachen sagt uns der Waffeltag…

Rezepte sind hier zu finden! In der Hoffnung, es gibt wieder Mehl im Laden, gehe ich einkaufen. Bis zum nächsten Mal!