Ein kleines Smörgåsbord am Freitag abend

Es gab eine neue Variante Smörgåstårta, rein vegetarisch gefüllt und somit günstig. Außerdem gibt es angeblich Leute, die entweder Meeresfrüchte oder Wurst nicht so gerne essen. Daher ist es eine gute Basis-Torte. Lediglich ein paar Krabben und ein paar Scheibchen Schinken durften als Deko oben drauf. Der Kaviar ist Fake, siehe Link, etwas herunterscrollen bitte.

Ein paar Gläschen Hering (Larsen ist nicht schlechter als IKEA-Hering) mit Knäckebrot.

Ein Pie / eine Quiche kommt immer gut an.

Tunnbröd mit Cole-Slaw (abgetropft) und Köttbullar. Ich hatte zuerst an diese Tunnbröd-Lachsrolle gedacht, aber dann etwas neues probiert. Zur Info: Die Tunnbröd-Lachsrolle habe ich übrigens von Fischgerichten zu Belegten Broten verschoben. Tunnbröd wird heutzutage manchmal statt Brötchen in der Würstchen-Bude genommen, also mit Kartoffelbrei und Wurst samt Beilagen serviert.

Und einen Jansson gab es auch noch, hätte ich fast schon vergessen. Diesmal auf eine etwas andere Art gemacht, siehe Link.

Zum Schluss noch Ris à la Malta.

Etwa 500 ml Reisbrei mit 150 ml geschlagener Sahne und Zucker nach Geschmack vermengen. Hier mit einer gekochten Quitte (damit wurde die Ernte eröffnet) und Romrosinen.

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Lachs mit Kürbis und Mohn

Die Anregung habe ich – echt – auf einer schwedischen Site, wahrscheinlich bei Ica, gefunden, aber da das Rezept nicht wirklich schwedisch ist, lege ich es nicht im Kochbuch ab. Ich wollte nur mal wieder etwas posten, auch wenn ich aktuell nicht viel schwedisches gekocht habe – aber es kommt bald etwas, ganz sicher!

Also, die Kürbiswürfel habe ich mit Kürbiskernen und Olivenöl bei 200° gebacken. Als sie fast fertig waren, habe ich die lustigen Nudeln mit Zitrone und Tintenfisch ins kochende Wasser geworfen und den Lachs, der mit schwedischem Zitronenpfeffer und Mohn gewürzt wurde, auf der Hautseite gebraten. Ganz zum Schluss habe ich die Filetstücke gedreht und kurz gebraten, so dass sie innen noch saftig waren. Die ganze Krabbe kommt aus einer TK-Tüte von IKEA. Die Bohnen hatte ich schon am Vortag zu Buletten vorbereitet, sie in Rauten geschnitten und in Salzwasser gekocht bis sie fast gar waren, dann abgeseiht und ins kalte Wasser gelegt und wieder abgeseiht. Kurz vor der Servierung in heiße Butter fertig garen/aufwärmen. So machen es richtige Köche – das könnt ihr im Jungen Koch nachlesen, Pflichtlektüre für Kochazubis (und freiwillige Lektüre für deren wissbegierigen Mütter – man lernt nie aus).

Simone von der S-Küche hat übrigens eine sehr schöne Smörgåstårta gemacht, ganz toll und zudem originell mit Roten Beten. Ich wollte etwas nettes schreiben, aber mein Kommentar ist wohl verlorengegangen. Schaut euch ihre Fotos an – die Torte ist echt eine Schönheit, ganz schlicht, nicht so überladen und mit vielen Geschmacksrichtungen, wie so oft in Schweden. Die Füllung macht sie mit Frischkäse und saurer Sahne und das gefällt mir auch. Ich überlege, ob Freitag nicht mal eine Smörgåstårta fällig wäre. Wenn ja, dann melde ich mich wieder. Bis dann!

Schwedische Süßigkeiten in Salzburg

In bester Lage in Salzburg, neben dem Geburtshaus Mozarts, findet man im Swedish Candyshop allerlei Süßes, vor allem aus Schweden, aber nicht nur. Die schwedische Kauffrau hat, soweit ich sehen konnte, keine Kühlwaren, aber sie weiß genau, was für paar Sachen man nicht in anderen Lebensmittelläden bekommt. Bei ihr gibt es großes rundes Knäckebrot (das schmeckt nämlich viel besser als viereckiges und kleines rundes Knäckebrot), Fischbrühwürfel, hellebraunen Zuckerrübensirup und Hagebuttensuppe. Und sicher noch mehr. Ihre Gutsis kann man auch in Deutschland zu österreichischen Preisen bestellen. Dafür gibt sie ihre Päckchen auf der anderen Seite der Grenze bei der Post ab. Und für Münchner ist es noch ein Grund mal rüber zu fahren. Salzburg ist schon eine tolle Stadt, aber da ich hier keinen Reisetagebuch führe, muss es für heute reichen.

Apfelkuchen aus dem schwedischen wilden Westen

Wie wild der schwedische Westen ist, soll jeder für sich entscheiden. Jedenfalls gibt in Dalsland Möglichkeit zum Natururlaub, nur einen Katzensprung von Göteborg entfernt. Dieser Kuchen aus Åmål, bekannt für den Film, der die Stadt als besonders langweilig darstellt, und nicht für viel mehr (na gut, ich hatte mal einen Mathelehrer aus Åmål, der uns ständig irgendwelche Geschichten aus seiner Kindheit erzählte) ist einfach superlecker. Wer kann auf einen Toscaüberzug mit Mandeln verzichten? Und einfach zu machen ist der Kuchen auch noch, da er nur aus Äfeln und Tosca besteht. Hier geht es zum Rezept.

 

Kulinarischer Abstecher in den Osten

Dieser Apfelkuchen stammt angeblich (und dann hoffen wir auch, dass es stimmt) aus Karelien, Finnland, und ganz früher aus dem Ural. Man sollte ihn am Besten aus saurem Fallobst machen, aber daran habe ich mich nicht gehalten. Marzipanrohmasse, Vanille, Quark und Sahne geben den leckeren Geschmack. Vielleicht könnte man ihn als Apfel-Käsekuchen bezeichnen. Hier geht es zum Rezept.

Herzensfreude aus Småland

Die Apfelkuchenparade marschiert fröhlich weiter und jetzt sind wir bis nach Småland gekommen. Das klassische Rezept Hjärtansfröjd mit Brotwürfeln wurde schon von Oskar Jakobsson in seinem Kochbuch aufgezeichnet. Ich habe weniger Eier und Milch genommen, aber mich sonst ans Rezept gehalten. Siehe hier!

Lundagårds Apfelbaisertorte

Letztes Mal habe ich einen einfachen Kuchen aus dem Norden gemacht. Jetzt ist Lund im Süden dran. Dort gab es lange eine berühmte Konditorei, die diesen etwas deutsch angehauchten Kuchen anbot. Er ist mit Mürbeteigboden, Biskuitboden, angedicktem Apfelmus mit Apfelstückchen für den Biss und mit Baiserüberzug gemacht. Fast mehr eine Torte, als ein Kuchen. Leider hat das schöne Stück darunter gelitten, dass ich es von der Tortenplatte aufs Backblech und zurück hin und her bewegen musste. Daher empfehle ich, dass man eine kleine händliche Torte macht und / oder sie mit einer Flamme ohne Backofen anbräunt. Wenn ihr das Rezept bis zum Schluss herunterscrollt, findet ihr noch einen Film, wo die Konditorei vorkommt. Ein gutes Gelingen!