Jansson einmal vegan / vegetarisch und ein nicht vegetarisches Rezept

Die vegetarische Variante von Janssons Versuchung habe ich gestern ausprobiert. Sie ist echt richtig gut und eine wirkliche Alternative zum Beispiel auf dem Buffet. Mit Hafersahne, wie im Originalrezept, wäre sie sogar vegan. Aber ich hatte nur normale Sahne im Haus. Hier geht es zum Rezept. Der Sellerieauflauf schmeckt erstaunlich viel nach Jansson, ganz ohne Fisch.

Dann hatte ich noch eine klitzekleine Tüte Blut im Gefrierschrank und habe daraus Blutplätzchen von Anno 1920 gemacht, allerdings nur 1/10 vom Rezept. Ganz gut und mit wenig Aufwand gemacht.

Sonntagsmittag wie bei der Oma

Der Rinderbraten nennt sich sogar Schloss- oder Herrenhofbraten, damit man richtig spürt wie fein er ist. Abgeschmeckt wird er mit Appetitsild (den findet man mit etwas Glück in kleinen Döschen im Kühlregal – ich hoffe es war ein einmaliger Ausrutscher von der Firma Lysell, dass der Ansjovis diesmal so groß geraten war, normalerweise sind die Fischfilet ganz dünn und klein und schmelzen bei der Zubereitung), Zuckerrübensirup und Essig. Dazu gibt es Gelee und klassischen Gurkensalat, genau wie bei der Oma. Hier geht es zum Rezept. Die übrigen Kartoffel- und Gemüsebeilagen sucht man sich aus, je nach Wunsch.

Hallands neue Landschaftsgericht

Dieses Gericht habe ich schon mal vorgestellt. Kabeljau mit Räucherlachs und Meerrettich, Grünkohlküchlein /- plätzchen mit Forellenkaviar, Sauce und Kapü. Vor allem die Grünkohlküchlein machen was her. Fisch und Grünkohl garen langsam vor sich hin im Ofen. Derweil kochen die Kartoffeln auf dem Herd und man hat beide Hände frei für eine einfache Fischsauce. Gar nicht kompliziert. Zum Rezept geht es hier.

Ein Schritt nach vorn, ein Schritt zurück…

… so geht es, wenn ich den Gefrierschrank entrümpeln will. 6 Eiweiß habe in einer Tupperdose gesammelt und daraus das Småländische Gebäck Budapestrolle (!) gemacht (allerdings mit Mandeln statt Nüssen, und daher noch etwas verträglicher für Allergiker – soweit ich sehe, kommt die Budapestrolle ohne Gluten aus). Aber ich habe den Boden durchgeschnitten und die eine Hälfte wieder eingefroren, was natürlich wieder mehr Platz einnimmt als ein paar Eiweiß. Ganz ehrlich ist aber der Geschmack mit Nüssen viel kräftiger. Mit Haselnüssen bleibt man auch bei den schwedischen Rohwaren. Walnüsse wären vielleicht einen Versuch wert; die wachsen aber in Vetlanda (wo das Gebäck erfunden wurde), so wenig wie Mandeln nicht, aber wahrscheinlich in Budapest, passend zum Namen. Eine halbe Rolle ergibt auch genug Kuchen für eine kleine Runde (4 – 5 Kaffedurstige). Die Rolle weicht leider ziemlich durch, wenn aufgehoben. Aber lecker ist sie allemal.

Wieder mal ein paar Mazarine in den Ofen geschoben…

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Das Semmelessen haben wir gut überstanden. Fotos hier. Es wurde jedoch etwas von der kardamonduftenden Marzipanfüllung übrig und die habe ich fürs Füllen von ein paar Mazarine hergenommen. Im Gefrierschrank liegen noch einige Mürbeteigförmchen parat. Einfach eine Mazarinfüllung (diesmal wieder das neue Konditoreirezept mit 1 Teil Marzipan und jeweils 1/2 Teil Butter und Ei) in die tiefgefrorenen Förmchen spritzen, eventuell 6 schwarze Johannisbeeren (auch gefroren) pro Stück hereindrücken und dann gleich backen. Wenn die kleine Gebäckstückchen fertig und auch abgekühlt sind, kommt die Glasur dran. Diesmal habe ich Puderzucker mit etwas von den schw. Johannisbeeren (gekocht und passiert) verrührt. Daher die dunkle Farbe.

Die Entwicklung der Fastnachtsemmel

Gestern war Faschingsdienstag und in Schweden wurden 5 Millionen Semmel verkauft und gegessen. Die selbst gebackenen wohl nicht mitgezählt.

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Angeblich war die Fastnachtsemmel ursprünglich nur ein Hefeteil in Kreuzform und später in Brezelform. Ich glaube aber, dass im 18. Jahrhundert, als König Adolf Fredrik angeblich an der Fastnachtsemmel starb (er erlag einem Schlaganfall nach einer sehr üppigen Mahlzeit, die mit einer Fastnachsemmel abgeschlossen wurde), und sie deswegen fast verboten wurde, die Semmel schon einigermaßen modern war. Und zwar wie die auf dem Bild oben. Das Rezept von 1801 beschreibt ein warmes Gebäck, gefüllt mit Mandeln und Korinthen (siehe Rezeptseite), serviert mit heißer Milch, die mit Zitrone, Zimt, Mandeln und Rosenwasser aromatisiert wird.

In Iduns Kokbok von 1920 füllt man schon die Semmel mit (selbstgemachtem) Marzipan, eventuell mit Schlagsahne vermischt. In den 30-er Jahren bekam dann die Semmel das Aussehen, das wir kennen.

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Ich glaube aber, dass die verschiedenen Varianten, wie Semmelsmoothie, Semmelwrap und Prinzessinsemmel, die in den letzten paar Jahren aufgetaucht sind, Eintagesfliegen sind.

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Was aber wohl auch ein Auslaufsmodell ist, ist die Semmel in heißer Milch serviert, wie ich sie noch aus meiner Kindheit kenne.

Ab jetzt läuft die Semmelsaison auf Hochtouren, weil man in Schweden den Unterschied zwischen Fastnacht und Fasten nicht mehr kennt. Und wir laden am Sonntag zu einem Semmelessen im Verein ein. Falls ihr jetzt alle nach München kommen möchtet, bitte melden, damit wir genug backen!

Hier geht es zu den Semmelrezepten.