Käsekuchen aus Småland

Dies ist der berühmte Käsekuchen aus Michel in Lönneberga. Er ist ganz anders als deutscher Käsekuchen und viel besser als der falsche Käsekuchen aus Småland, den man mit Quark aus dem Laden zubereitet. In Schweden kann man natürlich diesen Käsekuchen kaufen. Meisten ist er von der Firma Frödinge. Für den echten Käsekuchen braucht man Lab. In Deutschland findet man ihn in der Apotheke oder im Internet. Lab ist nicht billig, aber man braucht nicht viel. Die Labtabletten aus der Apotheke halten wahrscheinlich ewig.

Die Milch, die man dazu verwendet, sollte natürlich am liebsten frisch von der Kuh sein, aber wenn das nicht geht, muss man nur darauf achten, dass sie nicht „länger haltbar“ (wie die meiste Milch) ist, sondern ganz normal hergestellt. H-Milch geht daher auch nicht.

Wenn man einen Stall voller Kühe hat, kann man genau so machen, wie in diesem Film. Mit kalter Milch muss man das Rezept unten folgen, aber im Film sieht man einigermaßen wie die Quarkmasse entsteht.

Eine Tablette aus der Apotheke reicht angeblich für 40 – 50 l Milch, aber wenn das stimmt, dann dauert es bestimmt ganz lange. Eine Tablette auf 3-6 l Milch (und 4 ml Salz) ist OK. Ich habe auch 1/2 Tablette auf 6 l Milch genommen, aber dann dauert es länger als im Rezept. Die Käsekuchenmeisterin im Film benutzt nur einen kleinen Topf, weil ihre Milch noch lauwarm ist. Wenn man jedoch die ganze Menge Milch aufwärmen muss, braucht man einen großen Topf.

Zutaten:

3 l Vollmilch

75 ml Mehl

Lab, siehe oben (Wenn man eine Labtablette nimmt, sollte sie mit etwas Salz und Wasser verrührt sein.) Im Rezept steht es 1 EL Lab aus der Flasche, wie im Film.

50 ml Mandeln, gemahlen oder gehackt

1 Tropfen Bittermandelöl

3 Eier

50 ml Zucker

300 ml Schlagsahne

Zuerst den Mehl mit 100 ml Milch ausrühren. Den Rest der Milch auf 37 Grad in einem großen Topf aufwärmen. Den Topf von der Herdplatte wegschieben. Den Mehl unterrühren. Den Lab vorsichtig unterrühren. Jetzt etwa 1 Stunde stehen lassen. In dieser Zeit nicht umrühren. Jetzt sollte die Milch dick geworden sein. Gut umrühren. Nun bekommt man Quark und Molke. Den Quark wird jetzt ausgedrückt, gerne in einem Sieb. Man kann auch die Molke mit der Hand auspressen.
Eier, Zucker, Sahne und Mandeln mit einem Schneebesen leicht schlagen. Käsemasse mit den übrigen Zutaten verrühren und dann in gefetteten Formen füllen. Der Käsekuchen geht kaum auf, daher können die Formen flach sein. Bei 175 Grad auf der mittleren Schiene 1 – 1,5 Stunden backen, je nachdem wie hoch der Kuchen ist (1 – 4 cm).
Die Molke kann man in den Milchverpackungen einfrieren und statt Milch zum Backen nehmen. Oder zum Reisbrei. Theoretisch kann man auch „Messmör“ daraus machen, indem man sie ewig lange kocht (beim steten Umrühren), bis die ganze Flüßigkeit weg ist und dann mit Zucker abschmeckt. Ich habe es einmal ausprobiert. Es ist der Mühe nicht wert.
Den Käsekuchen kann man auch einfrieren und vor dem Servieren im Ofen erhitzen.
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