Janssons Versuchung in Würfeln

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Dies ist schon mein 150. Beitrag auf Schwedisch kochen!

Der Küchenchef auf Görvälns slott, Stefan Ekengren, hat einen tollen Blog mit vielen Anregungen. Er macht zum Beispiel schicke kleine Vorspeisen mit Kartoffelcroûtons als Basis. Und manchmal wandelt er diese zu Janssoncroûtons ab. Ich denke, man könnte daraus einen sehr schönen Vorspeisenteller zaubern. Ich habe die Croûtons unter Janssons Versuchung abgelegt, einfach herunterscrollen. Außerdem gibt es dort eine Idee vom Musiker E-type, der jetzt Gastronom geworden ist, wie man Jansson zu einem Wikingergericht umfunktioniert. Hier geht es zu Janssons Versuchung 2.0.

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Krebsfeier!

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Der Mensch lebt nicht von Krebsen allein. Man braucht auch was Gescheites dazu. Zum Beispiel eine vegetarische Smörgåstårta, ein paar Pies, etwas Brot und Mayo-Dipps für die Krebse. Ja, und Schnaps, damit man die Schnapslieder singen darf!

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Hier kühlen die Pies / Quiches gerade ab. Von oben links: mit gebratenen Baconwürfeln, mit Tomaten und Knoblauch, mit gedünstetem Lauch und aufgetauten Erbsen und mit gedünsteten Zwiebeln und gut ausgedrücktem, aufgetautem Spinat.

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Die Krebse habe ich TK bei IKEA schon Ende Juli gekauft und in meiner großen Kühltruhe aufbewahrt, damit sie bloß vorrätig sind, wenn wir im September unser Krebsfeier haben.

Und wieviele Krebse berechnet man? Nun, in Schweden empfiehlt man eine halbe Packung (500 g)/Person. Das ist aber viel zu viel bei deutschen Gästen. Manche testen nur einen Krebs (oder machen gar einen Rückzieher). Also, bei unseren gemischten Festen berechne ich, dass etwa drei Personen eine Packung schaffen. Und meistens gibt es etwas übrig. Wie gestern.

Auf Youtube gibt es Videos mit Instruktionen zum Krebsessen. Zum Beispiel „Schwedische Flusskrebse essen“, die mein Mann auf die DSV Facebook-Site gestellt hat. Das meiste Fleisch befindet sich in den Krebs-Schwänzen. Etwas auch in den Klauen. Werkzeug um die Krebse aufzukriegen gibt es in Schweden zu kaufen, genau wie die Lätzchen, die Papphüte und sonstige Dekos. Man kann auch über Internet Krebse bestellen. Die Frage ist, ob die Kühlkette dann intakt bleibt.

Lustig war es gestern! Wer unsere Feier verpasst hat, muss wahrscheinlich nun zwei Jahre warten, bis wir wieder eine Kräftskiva organisieren. Tja, Pech gehabt…

Was man mit übriggebliebenen Möhren machen kann…

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In Västergötland hat man ganz einfache Pfannkuchen aus Kartoffel- und Karottenbrei gebraten und mit Preiselbeeren und Speck gereicht. Kostet fast nichts und schmeckt gut. Hier geht es zum Rezept.

Außerdem neu ist der Senf aus Skåne und der eingelegte Senf vom Küchenchef Stefan Ekengren vom Restaurant Schloss Görväln bei Stockhlm. Unter Konservierung abgelegt.

Viel Spaß beim Werkeln in der Küche!

Wieder mit Ansjovis gewürzt

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Neulich habe ich nicht die ganze Dose Ansjovis/Skarpsill/Appetitsild gebraucht, sondern die Reste eingefroren. Ein Teil davon habe ich jetzt dazu benutzt, Kabeljau zu würzen. Das ist eine sehr gute Idee, auf die viele Köche gekommen sind. Hier wurde der Fisch mariniert, angebraten und mit Wurzelgemüse und Crème Fraîche-Sauce mit Kaviarcreme und Ansjovis angerichtet. Zum Rezept!

Aus Alt mach Neu

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Grynkorv, diese traditionsreiche Wurst aus Westschweden („Aus Alt“), wurde auch von dem bekannten Komiker Povel Ramel gerne gegessen, obwohl er aus einer ganz anderen Ecke stammte. Sogar ein Lied zu Ehren der Grynkorv hat er geschrieben. Mir ist es aber nicht gelungen, den Film von Youtube hierher zu verfrachten. Schade.

Jedes Jahr esse ich eine Portion Grynkorv in Westschweden und habe deshalb nicht den Bedarf gespürt, selbst die Wurst zu machen. Aber als ich gesehen habe, dass man schon immer etwas von der Fleischmasse abgezweigt hat, um Buletten daraus zu machen, und dass die Haushaltsgesellschaft in Västergötland vor etwa 20 Jahren sogar einen Skara-Burger kreierte („mach Neu“), der irgendwie nie bekannt wurde, dann habe ich mich an das Rezept in Haushaltsgröße heran gewagt. Hier geht es zum Rezept.

Für süße Gaumen

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Königin Kristina erlaubte gnädigerweise der Familie Ekberg schon im 17. Jahrhundert, eine Gastwirtschaft in Margretetorp zu eröffnet. Die Familie behielt das Gasthaus bis 1958 und verkaufte es schließlich. Wie alt dieses Rezept ist, weiß ich nicht, aber es hat schon Tradition. Die Schwiegereltern vom Erzbischof Werkström bekam es zum 10-jährigen Hochzeitstagsessen und das muss eine ganze Weile her sein, da Frau Werkström selbst auf den Fotos im Bischofskochbuch aus den 80-ern kurz vor dem Rentenalter sein muss. Mit Obstsalat und Schlagsahne ist Margretetorps Spezialdessert eine Delikatesse und für den Gastwirt ein Schnäppchen. Zubereitet wird es nämlich aus Eiweiß und Zucker, und Eiweiß hat man in jedem Restaurant übrig, weil viel mehr Eigelb benötigt wird. Sehr schlau! Hier geht es zum Rezept!

Donnerstagsmenü

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Mehrere Jahren nach der Reformation gibt es noch Traditionen aus dem Mittelalter, die einfach nicht wegzudenken sind, obwohl niemand weiß, woher sie kommen. Freitag ist zwar kein Fastentag mehr in Schweden, aber trotzdem isst man donnerstags am liebsten Erbsensuppe mit Speck, um sich für den fleischfreien Tag zu wappnen. Dazu gibt es manchmal bei fröhlichen Gesellschaften Schwedenpunsch (nur nicht in der Schulkantine) und nachher Pfannkuchen. Hier geht es zum Rezept.