Der Druck wächst…

Beim Einkaufen neulich, sagte die Kassiererin zu einer Bekannten: Na, hast du schon alle Plätzchen gebacken? Und die Kundin: Ja, acht Sorten und ich habe so schlimme Rückenschmerzen bekommen und keine Zeit zum Fitness zu gehen. Die Kassiererin daraufhin: Ich habe bis jetzt nur drei Sorten geschafft. Also, ich sehe schon, habe etwas nachzuholen, denn die Klenäten waren ja nur eine Eintagsfliege. Nur Pepparkakor habe ich reichlich. Deshalb habe ich jetzt eine Sorte Flarn – Hafertaler gebacken. Sie sind ganz einfach und gehen schnell. Flarn bedeutet spröde Kekse. Die andere Bedeutung (willenloser Mensch, der leicht auf falschen Wegen kommt) kenne ich praktisch nur aus dem Lied von dem brotlosen Dichter (Ferlin). Hier geht es zum Rezept.

Ausserdem habe ich wieder Waffelrollen gebacken. Siehe hier. Und zwar die untere Sorte, die übliche. Meine Oma hat sie immer gemacht.

Auf den Löffeln auf dem Bild habe ich Probierportionen von Zitrusmus in drei Sorten verteilt, und zwar habe ich bei Qui sera le prochain grand patissisier? (Youtube) gesehen, dass sie dort ganze Früchte verarbeiten, Schale und Saft. Man kocht sie einfach (Biofrüchte versteht sich) und püriert sie mit dem Stabmixer, und drückt sie durch einen Sieb. Es wird im Internet behauptet, dass die Kochzeit 2 Stunden beträgt, aber so viel Zeit haben die Teilnehmer in diesem Wettbewerb gar nicht, also muss es auch schneller gehen. Mit einer halben Stunde kommt man bei den Bio-Clementinen aus. Die Orangen und die Zitronen brauchen länger. Die Clementinen sind mit Abstand die beste Wahl, weil die anderen Sorten so dicke bittere Schalen haben. Aber ich werde mal probieren, was sich aus dem Mus machen lässt. Im Moment sind sie drei Tütchen eingefroren.

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Pepparkaka für ganz Eilige

Wer einfach die Zeit nicht hat, den Teig zu machen und am nächsten oder am übernächsten Tag 300 Pepparkakor auszurollen und auszustechen, aber nicht auf den unvergleichbaren Geschmack verzichten möchte, kann den Rührkuchen vom Pfarrhaus machen. Er wurde 1945 ausgezeichnet und hat sich bewährt. Die eine Hälfte kann man gleich am 2. Advent essen und die andere einfrieren und Weihnachten genießen. Hier geht es zum Rezept.

Haxe, aber diesmal ohne Steckrüben

Neulich hatten wir Haxe, und weil es nicht mehr Aufwand ist zwei Haxen zu kochen, hatte ich eine übrig, die ich nun wieder für dieses Rezept aufgetaut habe. Es sind ja wie bekannt nicht nur die Chinesen, die gerne Süß-saures essen, sondern auch die Schweden, und dies ist nach einem Rezept von einem Koch in der Kochmannschaft, Magnus Lindström. Dazu butterzarte Kartoffelzylinder, Zwiebeln und Erbsen. Alles im Rinderfond gekocht. Ein schönes Wintergericht mit Zimt und Chili. Hier geht es zum Rezept.

Gustav Wasas Lieblingsgebäck

Nein, um Knäckebrot der Marke Wasa geht es nicht. Angeblich liebte der berühmte skifahrende König Klenäter, diese kleine, in Fett ausgebackenen „Weihnachtsplätzchen“, die die Schweden auf dem Weihnachtsbuffet suchen aber nie zu Hause backen, weil es sich für eine moderne Kleinfamilie nicht lohnt. Sie sollen ja frisch gegessen werden. Aber da wir neulich Glühwein im Verein tranken, brachte ich eine Dose Klenäter mit, und für so eine Gelegenheit passen sie! Hier geht es zum Rezept.

Am Sonntag fällt das Graupapier

Dies sind die drei Weiblein aus dem Lied auf dem Weg zum Markt in Nora, wo sie die Sau rauslassen, ich meine Bonbons essen und Karussell fahren wollen. Aber da am Sonntag der erste Advent ist und somit auch der traditionelle Schaufenstersonntag, würde ich den Damen mal empfehlen, sich diesmal nach zum Beispiel Vara zu begeben, wo diese Tradition noch lebt. Um 13 Uhr fällt das Graupapier von den Schaufenstern, und dann kann man die Weihnachtsdekorationen in voller Pracht ansehen. Ich kann mich gut an diese Tradition erinnern. Damals, als die Läden nicht sonntags aufhatten und das ganze Weihnachtszeug nicht schon im Herbst verkauft wurden, da wurde morgens am 1. Advent ganz still und leise in den Läden gewerkelt. Als es dunkel wurde und die Weihnachtsbeleuchtung funkelte, gingen wir alle zu Fuß in die Stadt, um die Schaufenster zu bewundern. Es gab da Wichteln, die ihre Köpfe und Arme bewegen konnten und eine kleine Eisenbahn, die in der Bäckerei in Kreis fuhr. Sehr schön! Aber sonst war nicht viel los, glaube ich. Und Weihnachtsmärkte hatten damals Seltenheitswert. Heutzutage gibt es wohl ein paar mehr. Aber meine Tochter, die eben in Kopenhagen gewesen ist, berichtet, dass die Schausteller auf dem Weihnachtsmarkt dort fast alle aus Deutschland kommen. Na, sowas aber auch. Und die Weiblein können nach diesem Rezept nachgebacken werden.