Meine Osterheringe!

Ein schwedisches Osterbuffet ohne Heringe zu den Eiern ist schier unvorstellbar. Diesmal habe ich zwei neue Rezepte ausprobiert, einmal mit Kaviarcreme und einmal mit Ansjovis, beide ganz toll. Vor allem das Rezept mit Ansjovis und gehackten Eiern hat uns angetan. Dann allerdings gab es noch Salzheringe übrig, und weil wir an Ostern noch nicht genug hatten, habe ich die letzten Heringe jetzt verarbeitet. Drei kleine Gläschen mit jeweils einem Hering drin können wir schon heute Abend probieren, und zwar mit meinen Lieblingsrezepten: Senfhering, Sherryhering und Zitronenhering. Oh, lass es bald Abend werden…

Falscher echter Kaviar ganz vegan!

Habt ihr schon dieses Rezept probiert? Jetzt kommt der Schnittlauch schön und die Zeit dafür ist genau richtig. Aber findet ihr auch, dass echter Kaviar einfach zu teuer ist, vor allem nur als Deko auf einem Matjesgericht? Dann habe ich jetzt die Lösung gefunden (abgeguckt bei einem französischen Kochwettbewerb). Kleine Perlen, ganz chic, bekommt man dadurch, dass man 100 ml Flüssigkeit und 1/2 TL Agar-Agar (unvermischt habe ich Agar-Agar im Bioladen gefunden) aufkocht und durch eine Pipette (oder vom Löffel) in ganz kaltes Öl tropfen lässt. Dann bilden sich Perlen, die zu Dekozwecke super sind! Das Öl kann man dann ganz normal wieder verwenden.

Auf dem unteren Bild sieht man die zwei Farben besser. Zuerst hatte ich den klaren Apfelsaft nur mit ganz wenig schwarzer Johannisbeersirup versetzt. Beim zweiten Mal mit etwas mehr. Dann allerdings war das Öl nicht mehr so kalt und die Perlen bekamen eine andere Größe.

Der Apfelgeschmack passt auch zum Matjes, aber ich überlege, den Saft das nächste Mal mit einem Fischbrühwürfel (gibt es in Schweden zu kaufen) und mehr farbigem Saft aufzukochen. Vielleicht wäre dann die Fälschung fast perfekt. Ach ja, der schwarze Punkt darauf ist ein Stück falscher Trüffel aus der Dose, den ich mal in Schweden gekauft und nach der Öffnung der Dose eingefroren habe. Der Hering innen drin ist aber echt.

Mit Fondant gespielt!

Blauer und gelber Fondant in einer Packung zum Aldi-Preis, da habe ich zugeschlagen und ein paar Muffins in den schwedischen Farben verziert! Zuerst habe ich etwas Butter mit Puderzucker vermengt und auf die Muffins gestrichen und dann eine blaue Platte draufgelegt. Vielleicht hätte ich auch die Unterseite von den gelben Streifen mit Buttercreme bestreichen sollen, denn sie lagen nur locker oben drauf.

Und dann habe ich wieder mal Lachspudding gemacht. Diesmal mit rohen Kartoffeln. Das war auch ganz gut.

Ei, ei – es gibt wieder Schokobällchen

Und zwar in Eierform für den Osterbasar, denn das Caféteam hat sich süßes als Fingerfood gewünscht (um Abwasch zu vermeiden, denke ich). Das Rezept kennt wie gesagt jedes Kind in Schweden. Hier findet ihr es. Setzt einfach irgendwelche Kinder drauf an. Sie werden sich freuen. Das Problem ist meistens bei Kindern nur, dass das Ergebnis ziemlich mager ist – alles wird beim Backen vernascht, aber dafür sieht die Küche hinterher aus wie ein Saustall. Trotzdem, ein Krümelchen lassen sie euch vielleicht übrig.

 

Köttbullar + Bea = :)

Wer mal in Schweden auswärts essen war findet schnell heraus, dass es in jedem so kleinen Restaurant / Imbiss / Café Béarnaisesauce gibt – sogar auf der Pizza! Ein Blogger meinte, die Béa (wie man liebevoll verkürzt), ist die neue braune Sauce. Und die braune Sauce ist so eine Standardsauce zum Beispiel zu Köttbullar. Die Béa bekommt man vor allem zu Gerichten mit Rinderfilet (oder was darunter läuft – der Preis ist für die große Nachfrage verdächtig niedrig).

Gestern nahm ich mir vor, noch etwas aus dem Gefrierschrank zu verbrauchen, und fand etwas Reduktion für die Béarnaisesauce und etwas Estragon dazu. Köttbullar gab es zudem auch noch und da habe ich eine Kombination gemacht: Gebratene Pilze, einige Scheiben roter Zwiebel, ein paar Perlzwiebeln aus dem Glas, Köttbullar und oben drauf die Béa. Zuerst ohne Béa im ofen bei 250° aufwärmen, dann Béa drauf und den Grill anschalten. Vorsicht! Das geht schnell! Mit Salat und Baguette ein schönes kleines Gericht. Vor allem muss die Sauce nicht à la Minute gemacht werden, wenn sie sowieso in den Ofen wandert. Wer schon mal eine Variante von Sauce Hollandaise selbst gemacht hat, weiß um die Tücken mit dieser Art Sauce. Ein gutes Gelingen und einen guten Appetit!

 

Köttbullar selber machen

Köttbullar selber machen geht einigermaßen schnell, wenn man eine große Bratpfanne hat und einen Satz von 500 g Hackfleisch in nur zwei Portionen braten kann. Noch schneller geht es mit dem Messlöffel als Portionierer.

Hier ist aber eine schon fertige Köttbulle auf dem Foto. Mit dem neuen Rezept mit Paprikapulver und Piment bin ich auch zufrieden. Einfach lecker! Hier geht es zu den ganzen Köttbullerezepten.

 

Biskuitrolle, die nicht bricht

Im Eifer des Gefechts habe ich vergessen, die Oberfläche nach dem Backen zu bestreuen. Daher hat sie sich vom zweiten Backpapier nach dem Wenden nicht lösen wollen. Mit Brechen hat es nichts zu tun.

Der Boden für schwedische Biskuitrollen wird immer heiß und ganz kurz gebacken. Hier wollte ich eine Musterung ausprobieren. Das Konditorrezept für eine Biskuitrolle, die nicht bricht, habe ich ganz unten bei der Punschrolle abgelegt. Siehe hier!