Herzensfreude aus Småland

Die Apfelkuchenparade marschiert fröhlich weiter und jetzt sind wir bis nach Småland gekommen. Das klassische Rezept Hjärtansfröjd mit Brotwürfeln wurde schon von Oskar Jakobsson in seinem Kochbuch aufgezeichnet. Ich habe weniger Eier und Milch genommen, aber mich sonst ans Rezept gehalten. Siehe hier!

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Lundagårds Apfelbaisertorte

Letztes Mal habe ich einen einfachen Kuchen aus dem Norden gemacht. Jetzt ist Lund im Süden dran. Dort gab es lange eine berühmte Konditorei, die diesen etwas deutsch angehauchten Kuchen anbot. Er ist mit Mürbeteigboden, Biskuitboden, angedicktem Apfelmus mit Apfelstückchen für den Biss und mit Baiserüberzug gemacht. Fast mehr eine Torte, als ein Kuchen. Leider hat das schöne Stück darunter gelitten, dass ich es von der Tortenplatte aufs Backblech und zurück hin und her bewegen musste. Daher empfehle ich, dass man eine kleine händliche Torte macht und / oder sie mit einer Flamme ohne Backofen anbräunt. Wenn ihr das Rezept bis zum Schluss herunterscrollt, findet ihr noch einen Film, wo die Konditorei vorkommt. Ein gutes Gelingen!

Ångermanland lässt grüßen

Ich habe zwei Säulenapfelbäumchen in meinem Gärtchen und es ist unglaublich wieviele Äpfel dran sind. Leider sind sie fast alle etwas wurmstichig, so dass ich sie nicht lagern kann. Daher mache ich alle paar Tage Apfelkuchen und Mus. Nach dem Kurzurlaub im Elsaß habe zuerst Elsäßischen Apfelkuchen gebacken, aber jetzt ist Schweden wieder mal dran. Im Landschaftskochbuch von Oskar Jakobsson habe ich ein nördliches Rezept gefunden. Eigentlich eher ein Nachtisch, als ein Kuchen, aber jetzt sortiere ich das Rezept trotzdem unter Apfelkuchen. Bald gibt es einen anderen Kuchen mit Baiser, dann aber ein kleines Bisschen aufwendiger, halt ein richtiger Kuchen mit Boden, und dann nicht aus dem Norden, sondern aus dem schwedischen Süden. Denn das gibt es natürlich auch. Für Schweden liegen sowohl Rügen, wie auch Dänemark im Süden, und südlich liegt auch Lund, die mal zu Dänemark gehörte, und wo der nächste Kuchen herkommt. Alles schon geplant. Bis dann!

Kartoffel und Soße, wie man sie in Schweden mag

Die Kombination muss aber nicht diese sein, denn Salzkartoffeln mit brauner Soße schmecken auch. Nur habe ich Estragon im Garten, den aber kaum verwendet, also war Sauce Béarnaise dran. So unwahrscheinlich wie es klingt, die Schweden sind verrückt nach Béa. Mit Steak oder Rinderfilet und dann oft auf einem Holzbrett, umrandet mit Kartoffelbreirosen, damit die Soße nicht ausläuft. In diesem Fall gab es zur Sauce eine Bulette (Riesenköttbulle), auch mit Estragon abgeschmeckt, und eine Hasselbackskartoffel. Da sie groß wie eine Backkartoffel war, habe ich sie bei 200° gebacken und erst zum Schluss die Temperatur höher gestellt. Es hat natürlich auch länger gedauert als bei kleinen Kartoffeln. Die dreifarbigen Möhrchen fand ich ganz nett, aber ich hätte die dunklen getrennt kochen sollen, weil sie abgefärbt haben.

Die Frauenzimmerwoche hat angefangen!

Schon wieder habe ich (fast) einen Höhepunkt im schwedischen Kalender vergessen! Eine Woche lang wird gewaltig gefeiert! Es ist die Frauenzimmerwoche, wenn nur Frauen Namenstag haben. Na gut, am 18. ist Fredrik dran, aber sonst feiern wir Sara, Margareta, Johanna, Magdalena, Emma und Kristina bis zum 24. Juli. Kaffee und Kuchen ist Pflicht. Zwar hat Mama Birgitta (wie auf dem Foto) erst im Oktober Namenstag, aber Geburtstag hat sie schon nächste Woche. Jetzt feiern wir alle oben genannten Frauenzimmer (und Fredrik – und noch ein paar Geburtstage) – Hurra!

Einmal nach Dalarna und zurück

Falukorv ist die Wurst, die nach dem Städtchen Falun in Dalarna benannt wurde. Dort im Bergwerk brauchte man früher ganz viel Ochsenhaut für die ganzen Riemen zum Hieven und Ziehen. Aber was sollte man mit dem ganzen Ochsenfleisch machen? Bergmänner aus dem Land der Würste (Deutschland) wussten Bescheid. Sie zeigten ihren Kollegen, wie man daraus Fleischwurst macht. Inzwischen wird die Falukorv, nicht nur mit Schweinefleisch, sondern mit Kartoffelmehl und jede Menge anderen Zutaten, die hier nicht erwähnt werden müssen, gestreckt. Aber wer jede Packung umdreht, könnte auch auf Falukorv mit 80% Fleisch stoßen. Falukorv ist so etwas, was die Hausfrau kauft, wenn sie nicht weiß, was sie kochen will, denn die Falukorv lässt sich ganz, in Scheiben, in Stückchen, gebraten, im Ofen, in Eintöpfen oder auch nur kalt essen. Nur auf Wurstsalat ist man in Schweden noch nicht gekommen. Wie auch immer, ich hatte auch so ein Stück Fleischwurst im Haus, die so langsam dem Mindesthaltbarkeitsdatum näherte, und beschloss meine neue Mandoline auf die Wurst auszuprobieren. Daraus wurden also Rouladen. Genau was sich innen drin verbirgt erzähle ich hier.

Stachelbeeren und Steckerlfisch

Zum Steckerlfisch habe ich eine Stachelbeersauce nach schwedischem Rezept gemacht, aber da Stachelbeeren mit Makrele genau so französisisch, englisch oder sonst was ist, lege ich das Rezept nicht ab. Aber so geht es:

250 g Stachelbeeren mit 100 ml Wasser weich kochen und passieren
1/2 TL Salz
1 EL Zucker
2 ml Ingwerpulver
1 Msp weißer Pfeffer
50 ml Sahne und 2 TL Stärke zusammenrühren und alles kurz aufkochen lassen