Ein vergessenes Gericht…

Pölsa kennt man ja noch, dadurch, dass man es in Dosen kaufen kann. Aber Lungmos, also Saure Lüngerl/Beuscheln, aber ohne sauer, ist wohl völlig in Vergessenheit geraten. So schlecht ist es ja auch wieder nicht, und nose-to-tail ist angeblich total in! Lungen sollte man beim Metzger vorbestellen. Es ist das Vorkochen, das Arbeit macht. Nachher muss man nur eine Art Mehlschwitze machen und die Lungen hineintun. Empfehlenswert ist es, die klein geschnittenen Lungen portionsweise einzufrieren.

Der Sud ist, wenn klar, sehr gut, jedenfalls wenn er gescheit gewürzt wurde. Lungmos ist völlig genießbar, aber ehrlich gesagt ist die bayerische Variante mit etwas Sahne und mit Essig besser. Auf Schwedisch wird das Gericht aber nicht mit Knödel serviert. Die Roten-Beten sind Pflicht, auch wenn sie auf dem Foto nicht drauf sind. Ich habe den Lungmos unter dem Rezept von Pölsa gesetzt. Wer mutig ist, kann das Gericht gerne nachkochen. M. E. war es besser als erwartet. Und der Sud: Der war gut und reichlich.

(Ach, was ich noch sagen wollte: Ich habe bei dieser Gelegenheit auch Rezepte von Saurem Lüngerl ausprobiert, und einmal hatte ich kein Herz, aber dafür sehr viel Sahne drin, die weg musste, und dann hätte man fast denken können, es gäbe Austernpilzsauce zum Knödel. Ehrlich!)

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

This site uses Akismet to reduce spam. Learn how your comment data is processed.