Himmel und Erde, voll verschwitzt

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Warnung! Dies ist kein schwedisches Rezept und wird daher nicht im Kochbuch abgelegt. Mit Orangen-Sauerkraut-Salat, eingelegten Senfkörnern, Röstzwiebeln, zerlassener Butter und Speck mit Karamellapfelresten von der Füllung.

Es ist nun mal so, dass ich nicht ausschließlich Schwedisch koche, wie auf meinem anderen (schwedischen) Kochblog zu sehen ist. Ich versuche jedoch diesen Blog von nicht-schwedischem frei zu halten, wovon ich diesmal absehe, weil ich das Rezept ganz unerwartet supergut finde! Das Foto ist, wie so oft, nichts „zum in den Weihnachtsbaum hängen“, wie man auf Schwedisch sagt. Es ist aber meine eigene Kombination von dem südtiroler Gericht Schwoaßnudeln und dem deutschen Himmel und Erde. Und zwar fand ich die Schwoaßnudeln so toll – ich habe sie gemacht, weil ich noch Blut, das ich für die Schwarzsuppe zum Gansessen gebraucht habe, im Gefriertruhe übrig hatte – dass ich sie gefüllt machen wollte. Dann fiel mir die Apfel-Blutwurst-Kartoffelbrei-Kombination ein, und da ich in letzter Zeit so viele Kochsendungen auf Youtube gesehen habe, wo die Köche total gerne alte Gerichte neu interpretiere, dachte ich: Das ist es!

Das Rezept für Schwoaßnudeln:

200 g Schweineblut (abseihen, um Klumpen zu vermeiden)

1 Ei

300 g  (oder so viel wie nötig) Mehl, davon auch Roggenmehl

2 TL Anis

1 TL Salz

Verfahren: Wie üblich. Verkneten, kühl ruhen lassen, nicht zu dünn ausrollen (Mit Pastamaschine: Stufe 6 – 7 von 9). Leider hat es mit den Einweghandschuhen nicht hingehauen.

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Füllung: gepresste gekochte Kartoffeln mit Ei verrühren und mit Muskat, Salz und Pfeffer abschmecken. Vielleicht könnte man noch spannendere Gewürze einsetzen, aber so war es auch OK. Topping: karamellisierte Apfelstückchen, klein gehackt. Den Boden dann mit Ei einpinseln und den zweiten Tortellinikreis darauf legen. Die Luft von der Mitte aus zum Rand ausstreichen und die Kanten festdrücken.

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Dann habe ich mir Sorgen gemacht, dass die Tortellinis im Kühlschrank austrocknen und rissig werden könnten und sie mit Öl bestrichen. Die Kochzeit ist vielleicht etwas länger als man es sonst von frischen Nudeln kennt. Das muss man ausprobieren. Jedenfalls schmeckt man das Blut nicht raus, so wie zum Teil bei der Schwarzsuppe. Also, ich kann das Rezept nur empfehlen. Wer Blutwurst isst, muss vor Himmel-und-Erde-Teigtaschen keine Angst haben. Einfach dran denken: Nose-to-Tail ist total in! Ökologisch sowieso.

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