Wie eine Torte durch die Welt ging…

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Das Foto ist abfotografiert vom Titelfoto von dem schönen Kochbuch „Die Küche im Wiener Kaiserreich“, das ich jedem empfehlen kann, der sich für die Wiener Küche interessiert. Vielleicht habt ihr auch das Glück, es auf dem Flohmarkt zu finden.

Dieses Prachtstück von einer Torte wird im Kochbuch „Die Küche im Wiener Kaiserreich“ von Joseph Wechsberg sorgfältig beschrieben, und heißt dort Spanische Windtorte. Vor ein paar Jahren habe ich das Buch auf dem Flohmarkt hier in Bayern gekauft. Kurz darauf fand ich zu meinem Erstaunis, dass der schwedische Blogger „Rävjägarn“ auch das Buch und die Torte kannte. Wie auch immer. Mir schien das Rezept viel zu kompliziert und viel zu süß – allenfalls wäre es eine super Hochzeitstorte.

Gestern habe ich auf Youtube „The Great British Bake-Off“ angeschaut, und siehe da, die armen Teilnehmer vom letzten Jahr wurden dazu verdonnert, diese Torte zu backen. Und zwar ganz sicher aus dem Kochbuch von Wechsberg, da Veilchen verlangt wurden, obwohl Wechsberg diese als fakultativ angibt. Nun wollte ich mal sehen, ob die Spanische Windtorte überhaupt ein Begriff in Wien ist, und zu Google gegriffen. Ja, was meint ihr? Hunderte von Einträgen habe ich gefunden und fast alle stammen aus England. Jedoch habe ich auch das Originalrezept aus Wien in altmodischer Schrift gefunden und eine Frage auf Chefkoch, ob jemand das Rezept kennt. Angeblich heißt die Torte auch Baisertorte, aber darunter sortieren ganz sicher viele andere Rezepte.

Koch- und Backsendungen sind schon ganz toll. Die Backwerke aus Deutschlands bester Bäcker fand ich noch besser als die aus Großbritannien. Bis jetzt, jedenfalls. Mit Ausnahme von den Torten mit Mirror Glaze – Spiegelglasur. Also, so was schönes, und zudem trendiges, möchte ich unbedingt versuchen. Beim Suchen findet man praktisch nur ziemlich neue Einträge, seitdem eine gewisse Olga aus Russland tolle Torten auf Instagram postet. Sonst ist es angeblich ein altes französisches Rezept. Ich glaube sogar, ich habe schon mal solche glänzende Küchlein in feinen Konditoreien in der Münchner Fußgängerzone gesehen.

Also, heute war wohl kaum was mit schwedisch kochen, aber man muss ja mal über den Tellerrand sehen dürfen.

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